Jobprojekt der Caritas trotzt der Corona-Krise

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Daniel Gehrmann, Caritas CHANCE+; Martin Sahler, Caritas Abteilungsleiter; Michael Vogelsang, Garten-und Landschaftsbau, Kidane Negash, anerkannter Flüchtling aus Eritrea. Foto: Caritas
Daniel Gehrmann, Caritas CHANCE+; Martin Sahler, Caritas Abteilungsleiter; Michael Vogelsang, Garten-und Landschaftsbau, Kidane Negash, anerkannter Flüchtling aus Eritrea. Foto: Caritas

Mettmann. Vermittlungen von Geflüchteten in Arbeit und Ausbildung durch die Caritas halten auch in Zeiten der Corona-Pandemie.

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Dieses Resümee hat sich durch eine stichprobenartige Telefonabfrage im Rahmen des Teilprojekts von „CHANCE+ Kompetenznetzwerk Flüchtlinge und Arbeit“ ergeben. Das Projekt ist beim Caritasverband für den Kreis Mettmann angesiedelt. Es geht um die  Vermittlung in Ausbildung oder Arbeit, unter Berücksichtigung der Interessen und Kompetenzen der Vermittelten. In dieser passgenauen Vermittlung und Betreuung sieht die Caritas Gründe, warum sowohl Flüchtlinge als auch ihre Arbeitgeber oder Ausbilder an Stellen festhalten – auch in Zeiten von Kurzarbeit und unsicheren Arbeitsplätzen.

„Ich bin sehr zufrieden“, sagt etwa Michael Vogelsang, Leiter des Betriebes „Garten- und Landschaftsbau Vogelsang“ aus Mettmann-Metzkausen. „Herr Negash hat sich sehr gut in das Team eingefügt.“ Den Kontakt hatte Daniel Gehrmann hergestellt, Mitarbeiter im Mettmanner Teilprojekt “CHANCE+”, das seit 2016 mehr als 220 Teilnehmer aufgenommen hat und mehr als 30 Prozent davon in Arbeit, Ausbildung oder Kurse zum Nachhohlen eines Schulabschlusses vermitteln konnte. „Wir versuchen, für alle Stellen zu finden, die ihren Wünschen und Fähigkeiten entsprechen“, sagt Gehrmann. „Außerdem versuchen wir, den Aufenthalt unserer Teilnehmenden zu sichern und ihnen Perspektiven zu eröffnen, ihr Leben zu gestalten.“

Kidane Negash etwa, der aus Eritrea kommt und seit 2016 in Mettmann lebt, ist als Flüchtling anerkannt und möchte seine Frau nachholen, die ebenfalls aus Eritrea stammt und noch in Uganda lebt. Dafür muss er ein bestimmtes Mindesteinkommen nachweisen, das er auf der neuen Stelle verdienen kann. Er hatte 2018 bereits mehrere Monate bei einem anderen Garten- und Landschaftsbau-Betrieb gearbeitet, bevor er sich bei Michael Vogelsang bewarb.

„Dass wir trotz der Einschränkungen der Corona-Pandemie Menschen vermitteln können, liegt vor allem an unserer individuellen Betreuung, der intensiven Kompetenz- und Ressourcenfeststellung, unserem Bewerbungstraining und -coaching und unseren guten Kontakten zu Arbeitgebern“, erklärt Martin Sahler, Leiter des Fachdienstes für Integration und Migration (FIM) der Caritas und Leiter des Mettmanner Teilprojektes von “CHANCE+”.

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