Keller lüften im Sommer: Ein Experte gibt Tipps

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Auch bei warmen Temperaturen kann falsches Lüftungsverhalten zu Schimmelschäden führen. Foto: pixabay
Auch bei warmen Temperaturen kann falsches Lüftungsverhalten zu Schimmelschäden führen. Foto: pixabay

Kreis Mettmann. Schimmel durch Lüften kann auch bei sommerlichen Temperaturen entstehen. Ein Energieexperte des Kreises Mettmann gibt Tipps: 

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Bei den sommerlichen Temperaturen können problemlos die Wohnräume gelüftet werden – keiner friert und Heizenergie geht auch nicht verloren. “Der perfekte Zeitpunkt um auch den feuchten, muffigen Keller zu lüften”, so mögen Hausbesitzer denken. Weit gefehlt, meint Energieexperte Peter Wobbe-von Twickel vom Kreis Mettmann. Wer jetzt unüberlegt Kellerfenster und -türen aufmache, riskiere einen Feuchte- oder sogar Schimmelschaden, und der sorgt dann erst recht für muffige Kelleratmosphäre.

Sommerkondensation nennt sich dieses Phänomen. Die warme Außenluft dringt in die Kellerräume ein und kühlt sich dort an den kalten Kellerwänden ab. Es kommt zur Kondensation, die Feuchtigkeit schlägt sich an den Wänden nieder. “Denn warme Luft kann mehr Feuchtigkeit halten als kalte Luft. Als Folge des falschen Lüftungsverhaltens können Feuchteschäden entstehen; schlimmstenfalls breitet sich jetzt Schimmel aus”, so Wobbe-von Twickel.

Lüften am besten bei trockener Witterung

Um Feuchtigkeit und Schimmelschäden im Keller zu vermeiden, rät Wobbe-von Twickel dazu, nur dann zu lüften, wenn die Luft draußen trockener und merklich kühler ist als im Keller. In der Regel ist das an warmen Sommertagen morgens, abends und in den Nachtstunden. Jetzt darf kräftig stoßgelüftet werden. Mit Feuchtigkeitssensoren ausgestattete Lüftungssysteme können diese Aufgabe übernehmen.

In den kühleren Jahreszeiten sollten die Kellerräume vermehrt gelüftet werden, um überschüssige Feuchtigkeit nach draußen zu transportierten. Ist der Keller trotz regelmäßiger Fensterlüftung feucht, kann ein Bauschaden vorliegen. Hier empfiehlt sich eine Begutachtung durch einen Baufachmann.

Weiterführende Informationen zum optimalen Raumklima finden Sie www.alt-bau-neu.de/kreis-mettmann/downloads.asp (Broschüre „Gesundes Raumklima“).

Der Kreis ist Mitglied im landesweiten Netz “Altbauneu”, das durch die Energie-Agentur NRW koordiniert und vom NRW-Wirtschaftsministerium unterstützt wird. Energieeffizienz und Wärmenutzung sind zentrale Themen des Netzwerks, das neben der Sanierung von Altbauten auch umfassend über Fragen zum Thema Raumklima informiert.

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