Lok-Unfall bei Lhoist: THW beendet einwöchigen Dauereinsatz

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Das Hindernis, ein rund 150 Tonnen schweres Betonteil, musste beseitigt werden. Foto: Kjell Heinze/ THW Ratingen
Das Hindernis, ein rund 150 Tonnen schweres Betonteil, musste beseitigt werden. Foto: Kjell Heinze/ THW Ratingen

Wülfrath. Nach einer Woche im Dauereinsatz auf dem Lhoist-Gelände haben die Kräfte des Technischen Hilfswerks ihren Einsatz beenden können. 

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Nachdem am Donnerstag vor einer Woche auf dem Lhost-Gelände in Flandersbach eine Lok entgleist war, waren Einsatz- und Bergungskräfte im Dauereinsatz. Kräfte des Technischen Hilfswerkes aus mehreren Städten konnten ihre Bereitschaft nun, nach Abschluss der Bergungs- und Aufräummaßnehmen, beenden.

Zuletzt wurden ein gut 150 Tonnen schweres Bauwerksteil aus Beton am Montag gesprengt. Notwendig war die Maßnahme, um weiteres kontaminiertes Erdreich zu entsorgen. Die Pumparbeiten zur Umleitung der Anger gingen bis zum Donnerstag weiter.

Betonklotz erschwerte Erdarbeiten

Am Sonntagabend wurden an der Einsatzstelle weitere Maßnahmen abgestimmt und eingeleitet, berichtet Daniel Claus, der beim THW Ratingen für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Der auslaufende Dieselkraftstoff der Lok war insbesondere im Unfallbereich ins Erdreich gelangt. Somit musste großflächig Erde ausgehoben werden.

Die Maßnahme wurde den Kräfte den THW erschwert: Als Hindernis stellte sich ein Bauwerksteil aus Beton heraus. Um herauszufinden, welche Möglichkeiten zur Beseitigung zur Verfügung stehen, wurde ein Sprengmeister angefordert. Nach Abwägung verschiedener Verfahren, einigten sich die Verantwortlichen auf eine sprengtechnische Lösung. Die dazu notwendigen Löcher mussten durch ein Fachunternehmen gebohrt werden.

Für die Sprengung wurde durch die Sprengberechtigten des THW ein Sicherheitsbereich von 300 Metern um die Sprengstelle festgelegt. Da in diesem mehrere Wohnhäuser standen wurde die Sprengung auf Montagmorgen verschoben um eine nächtliche Evakuierung zu vermeiden, so Daniel Claus.

Von dem Betonklotz blieben nach der Sprengung nur noch Fragmente übrig. Foto: Nico Johann /THW Velbert
Von dem Betonklotz blieben nach der Sprengung nur noch Fragmente übrig. Foto: Nico Johann /THW Velbert

In den frühen Morgenstunden wurde die Sprengung vorbereitet. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte verteilten dazu mehrere Kilo Gesteinssprengstoff in den vorbereiteten Löchern. Ebenso wurde für eine Abdeckung mit Gummimatten gesorgt, um Trümmerflug weitestgehend zu vermeiden.

Nachdem die Sicherheit im Sperrbereich hergestellt war konnte um 13 Uhr die Einsatzsprengung erfolgen. „Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis der Einsatzsprengung. Sowohl bei den Vorbereitungen und den begleitenden Maßnahmen haben alle Kräfte an einem Strang gezogen“ fasste der Gruppenführer der Fachgruppe Sprengen zusammen.

Durch Trümmerflug wurden auch einige Bäume beschädigt, die sodann in ihrer Standfestigkeit gefährdet waren und gefällt werden mussten. Kräfte des THW Velbert übernahmen diese Aufgabe.

Das THW hatte sich auf dem Lhoist-Gelände für einen längeren EInsatz gerüstet. Foto: Ulrike Rörig/ THW Ratingen
Das THW hatte sich auf dem Lhoist-Gelände für einen längeren EInsatz gerüstet. Foto: Ulrike Rörig/ THW Ratingen

Die Pumparbeiten zur Umleitung der Anger gingen permanent weiter – am Ende bis Donnerstag. Im Dreischichtsystem wechselten sich ehrenamtliche Einsatzkräfte aus den Ortsverbänden Mülheim an der Ruhr, Ratingen und Solingen ab, um den Betrieb der Technik zu gewährleisten.

Am Donnerstag wurden die Pumparbeiten dann an ein externes Unternehmen übergeben. Das Technische Hilfswerk baute seine Gerätschaften ab. Nach einer Woche war der Dauereinsatz des THW am Donnerstagabend beendet.

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