Verkehrsdebatte im Kreishaus: “Park and Ride”-Parkplätze im Fokus

141
Im Kreishaus ging es um die Verkehrssituation im Kreis Mettmann. Foto: Kreis ME
Im Kreishaus ging es um die Verkehrssituation im Kreis Mettmann. Foto: Kreis ME

Kreis Mettmann. Auf Einladung der Landeshauptstadt Düsseldorf und des Kreises Mettmann hat im Kreishaus eine Konferenz zu aktuellen Verkehrsfragen der Region stattgefunden.

-Anzeige-
blank

Unter Leitung der Düsseldorfer Verkehrsdezernentin Cornelia Zuschke und des Mettmanner Landrats Thomas Hendele trafen sich die Bürgermeister und die Technischen Dezernenten der kreisangehörigen Städte sowie Vertreter der Regiobahn, der Rheinbahn und des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr.

Im Mittelpunkt standen zunächst die Neukonzeption und die Erweiterung von bestehenden Park+Ride-Parkplätzen. Die Städte berichteten hierzu über die jeweilige Auslastung und über die bestehenden Möglichkeiten eines Ausbaus. Insbesondere die Haltepunkte der Regiobahn in Mettmann, aber auch Plätze in Ratingen, Velbert, Erkrath, Hilden und Langenfeld können für einen Ausbau in Frage kommen. Landrat Hendele verwies darauf, dass auch auf dem Düsseldorfer Stadtgebiet Anlagen bestehen, die für die Pendler im Kreisgebiet von Interesse sind, so in Benrath und in Hellerhof.

Im weiteren Verlauf machten die Städte deutlich, dass sowohl hinsichtlich der Linien, der Takte, der Tarifstrukturen und der Preisgestaltung möglichst kurzfristige Änderungen erforderlich sind. Nur dann werde es gelingen, Pendler von einem Umstieg auf Busse und Bahn zu überzeugen. Kritisiert wurde insbesondere, dass die Fahrt von den Nachbarstädten in die Landeshauptstadt doppelt so teuer ist wie die Fahrt quer durch Düsseldorf.
Verkehrsdezernentin Cornelia Zuschke betonte, dass die Landeshauptstadt Düsseldorf bereit sei, mit dem Kreis Mettmann und allen beteiligten Städte enge Kooperationen einzugehen. Ziel müsse es sein, den Modal-Split zu verändern und mehr Pendler für den öffentlichen Personennahverkehr zu gewinnen.

Ergebnis der Konferenz ist, dass städte- und linienbezogene Workshops eingerichtet werden, die sich umfassend mit den Park+Ride-Anlagen, aber auch mit Linienführungen und Takten befassen. An den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr erging der Appell, kurzfristig das Tarifsystem zu Gunsten der Pendler aus den kreisangehörigen Städten zu verbessern. Kreisdirektor Richter sagte zu, dieses Anliegen in den Gremien des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr einzubringen.

So können Sie unser Angebot unterstützen

Lokaler Journalismus findet immer mehr seinen Raum auch im Internet. Wir möchten gerne unsere Informationen vom Geschehen vor Ort auch weiterhin für alle Interessenten zur Verfügung stellen. Barrierefrei, das heißt ohne Bezahlschranke.

Wir freuen uns aber sehr, wenn Sie unser Online-Angebot unterstützen möchten. Mit einem Beitrag speziell für diesen Artikel. Oder mit regelmäßigen Überweisungen. Entscheiden Sie selbst über die Höhe Ihres Beitrags!

Jetzt Unterstützer werden