23-Jährige fliegt beim “Enkeltrick” auf – Festnahme

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Polizeieinsatz im Stadtgebiet. Symbolfoto: Polizei/Jochen Tack
Polizeieinsatz im Stadtgebiet. Symbolfoto: Polizei/Jochen Tack

Ratingen. Am Mittwoch hat die Polizei eine 23-Jährige auf frischer Tat bei einem Trickbetrug ertappt, als sie als Abholerin an einem “Enkeltrick” mitgewirkt hat.

Bereits am Dienstag hatte ein Mann bei einer 83-jährigen Frau in Ratingen-Lintorf angerufen und sich als ihr Sohn ausgegeben. Der Anrufer gab an, gerade eine Wohnung gekauft zu haben, nun aber eine größere Summe Bargeld zu benötigen, um den Kauf abzuschließen.

Durch geschickte Gesprächsführung schaffte es der Anrufer, sich das Vertrauen der Seniorin zu erschleichen, die letztendlich tatsächlich glaubte, mit ihrem Sohn zu sprechen. Sie erklärte sich dazu bereit, eine fünfstellige Summe Bargeld in einen Umschlag zu stecken und diesen an eine Abholerin, welche angeblich von ihrer Bank sei, auszuhändigen.

Als wenig später eine Frau an der Tür der Ratingerin klingelte, übergab die Seniorin das Geld. Einige Minuten später schellte dann erneut das Telefon der Ratingerin, wieder war ihr vermeintlicher “Sohn” in der Leitung. Er verlangte nun noch mehr Geld und man einigte sich schließlich darauf, sich am nächsten Morgen erneut zu treffen.

Kurz darauf rief die 83-Jährige dann ihren echten Sohn an und teilte ihm mit, sie habe gerade wie vereinbart Geld übergeben. Hierbei flog der Schwindel auf, der Sohn rief die Polizei. Eine Fahndung verlief zunächst erfolglos.

Einen Tag später klickten dann jedoch die Handschellen: Polizeibeamte hatten das Haus der Ratingerin observiert und auf die “Abholerin” gewartet. Als die Frau an dem Haus der Ratingerin klingelte, wurde sie von den Polizisten festgenommen. Sie wurde von der 83-Jährigen als jene Frau identifiziert, die bereits am Vortag das Geld abgeholt hatte.

Bei der 23-Jährigen handelt es sich um eine bereits im Ausland vorbestrafte Frau, die hierzulande über keinen festen Wohnsitz verfügt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wird eine Vorführung der Tatverdächtigen bei einem Haftrichter geprüft. Die Ermittlungen in dem Fall dauern an.