Erste Betriebe setzen Pflege-Coaches als Ansprechpartner ein

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Leonora Fricker (Kompetenzzentrum Frau und Beruf Düsseldorf Kreis Mettmann), Stefan Steinsiepen (Sparkasse Hilden Ratingen Velbert), Eva-Christina Bergmeister (anyMOTION GRA-PHICS GmbH), Inga Heuel (auxmoney GmbH), Cornelia Holländer (Referentin), Gabriele Schoek (Staatskanzlei des Landes NRW), Katja Hannig (ERGO Group), Christa Beermann (Refe-rentin), Claudia Thienenkamp (Dücker conveyor systems GmbH) und Stephan Jäger (IHK Düsseldorf). Foto: Melanie Zanin
Leonora Fricker (Kompetenzzentrum Frau und Beruf Düsseldorf Kreis Mettmann), Stefan Steinsiepen (Sparkasse Hilden Ratingen Velbert), Eva-Christina Bergmeister (anyMOTION GRA-PHICS GmbH), Inga Heuel (auxmoney GmbH), Cornelia Holländer (Referentin), Gabriele Schoek (Staatskanzlei des Landes NRW), Katja Hannig (ERGO Group), Christa Beermann (Refe-rentin), Claudia Thienenkamp (Dücker conveyor systems GmbH) und Stephan Jäger (IHK Düsseldorf). Foto: Melanie Zanin

Kreis Mettmann. Sechs Unternehmen verfügen nun mit dem “Pflege-Coach” über einen Ansprechpartner für alle Beschäftigten, die sich um pflegebedürftige Angehörige kümmern müssen.

Kompetenzzentrum Frau und Beruf Düsseldorf und Kreis Mettmann macht Unternehmen mit neuem Kursangebot fit für die Zukunft. Sie sind stolz, die ersten zu sein: Sieben Unternehmen/Organisationen aus Düsseldorf und dem Kreis Mettmann haben jetzt einen „betrieblichen Pflege-Coach“. Und damit einen kompetenten Ansprechpartner oder Ansprechpartnerin für pflegende Mitarbeitende. Das Kompetenzzentrum Frau und Beruf Düsseldorf und Kreis Mettmann hat den neuen Intensivkurs ins Leben gerufen, um Betriebe für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren.

„Der Mix aus Theorie und Praxis ist gut angekommen“, so Leonora Fricker vom Kompetenzzent-rum Frau und Beruf Düsseldorf. „Die Teilnehmenden haben viele Anregungen für die individuelle Umsetzung im Betrieb erhalten. Eine Personalreferentin sagt: „Ich weiß jetzt, wie ich das Thema angehe.“ Einhelliges Fazit der an der Fortbildung teilnehmenden Unternehmen: Die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege wird in jedem Betrieb ein immer wichtigeres Thema.

Denn in Zeiten des Fachkräftemangels erkennen immer mehr kleine und mittlere Unternehmen, wie wichtig eine familienorientierte Unternehmenskultur ist, um Mitarbeitende zu gewinnen und an das Unternehmen zu binden. Dazu zählen auch die Beratung und Unterstützung von Beschäftigten, die sich neben ihrem Beruf um pflegebedürftige Angehörige kümmern.

Ein drängendes Thema für Unternehmen. Nicht nur steigt der Altersdurchschnitt in den Betrieben: Arbeitnehmende versuchen verstärkt, private Aspekte mit der Erwerbstätigkeit zu verbinden – zunehmend auch Männer. Auf eine pflegesensible Unternehmenskultur zu setzen, hat für Arbeitgeber deshalb gute Gründe. Sie vermindert Ausfallzeiten von Fachkräften, stärkt die Mitarbeiterbindung und macht das Unternehmen als Arbeitgeber attraktiv.

Auch im nächsten Jahr wird der Intensivkurs angeboten:

• Düsseldorf, 7. Mai 2020, 9 bis 17 Uhr
• Mettmann, 17. Juni 2020, 9 bis 17 Uhr

Anmeldung per E-Mail an: competentia@zwd.de. Weitere Informationen gibt es online unter www.erfolgsfaktorfrau.de/beruf-und-pflege.