Busfahrer sieht Unfall mit Motorbrand: Anstatt zu helfen, fährt er weg

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Polizeieinsatz im Stadtgebiet. Foto: Symbolbild (Polizei)
Polizeieinsatz im Stadtgebiet. Foto: Symbolbild (Polizei)

Mettmann. Am Dienstagmittag ist nach einem Verkehrsunfall an der Hasseler Straße im Stadtteil Metzkausen der Motorraum eines Mazda 5 in Brand geraten. Ein Busfahrer hätte helfen können, getan hat er das nicht. Die Polizei ermittelt nun wegen unterlassener Hilfeleistung.

Die 86 Jahre alte Mazda-Fahrerin aus Mettmann war gegen 13.10 Uhr mit ihrem Wagen auf der Hasseler Straße in Metzkausen unterwegs, als sie aus bislang nicht geklärter Ursache von der Fahrbahn abkam und die Leitplanke touchierte. Durch den Zusammenstoß mit der Leitplanke geriet der Sicherungskasten im Motorraum des Mazdas in Brand. Eine Passantin wurde Zeugin des Unfalls und bat einen Busfahrer um Hilfe, der gerade mit seinem Linienbus die Unfallstelle erreichte.

Anstatt den Brand mit einem im Bus befindlichen Feuerlöscher zu bekämpfen, versuchte der Busfahrer jedoch, möglichst schnell weiterzufahren. Ferner soll er der Zeugin entgegnet haben, der Unfall sei nicht sein Problem und er müsse seine Fahrt fortsetzen. Dabei ließ er mehrmals den Motor des Busses auffällig aufheulen, um so weitere, vor ihm befindliche Auto aufmerksam zu machen.

Fahrgäste des Busses sprachen den Busfahrer auf sein Verhalten an und forderten diesen auf, sie aus dem Bus aussteigen zu lassen, damit sie der Autofahrerin helfen könnten. Auch auf diese Bitten reagierte der Busfahrer nicht. Stattdessen fuhr er dicht auf die vor ihm wartenden Autos auf, welche dem Linienbus letztendlich Platz machten. Laut Zeugen schlängelte sich der Bus nun an diesen Wagen vorbei und der Busfahrer setzte seine Fahrt fort, ohne der Mazda-Fahrerin behilflich zu sein. Ein anderer Linienbusfahrer, der kurze Zeit später die Unfallstelle erreichte, half letztendlich der Autofahrerin und löschte Brand mit einem Feuerlöscher.