Musikfestival „ME against racism“: Mehr als 700 Besucher setzen ein Zeichen gegen Rassismus

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"ME against racism" war für alle Beteiligten ein großer Erfolg. Foto: Kreisstadt Mettmann

Mettmann. Das erste Festival „ME against racism“ am Wochenende ist für die Veranstalter ein voller Erfolg gewesen. Mehr als 700 Besucherinnen und Besucher haben am Freitag- und Samstagabend die Mettmanner Stadthalle besucht, um gemeinsam ein Zeichen gegen Ausgrenzung und Fremdenhass zu setzen.

Das Festival ist Teil des Handlungskonzepts gegen Rassismus und Rechtsextremismus des Kreis Mettmann und wurde in Kooperation mit der Stadt Mettmann und gefördert durch das Landesprogramm „NRWeltoffen“ veranstaltet.

Am Freitag, federführend organisiert von „Stage ME“, stand die Neandertalhalle ganz im Zeichen von Rock, Punk und Ska. Mit den „Netten Jungs von nebenan“ aus Ratingen sowie „Pony Hütchen“ aus Mettmann waren zwei lokale Bands mit dabei, mit „KMPFSPRT“ sowie „Smile and burn“ kamen zwei überregional bekannte Headliner hinzu. Besonderen Anklang fand auch ein Video der Toten Hosen, in dem Campino und Andi ihren Respekt für die Organisation des Festivals ausdrückten und der Veranstaltung mit den Worten „Macht es laut!“ viel Erfolg wünschten. Danach übernahm der bekannte Stadion-DJ von Fortuna Düsseldorf die Moderation für die beiden Festivaltage.

Auch Bürgermeister Thomas Dinkelmann war am Freitag dabei und war begeistert von der Stimmung in der Stadthalle. „Hier wird generationsübergreifend, friedlich zusammen gefeiert und ein wichtiges Zeichen gegen Rassismus in unserer Stadt gesetzt“, sagte er. „Ich würde mich sehr freuen, wenn dieses Festival eine wiederkehrende Veranstaltung in Mettmann wird“.

Ebenso erfolgreich verlief auch der Samstag, als bei „ME against racism“ vor allem Hip-Hop und Rap im Fokus standen. „Es gab trotz unterschiedlicher Musikrichtungen viele Besucherinnen und Besucher, die ein Festivalticket für beide Tage erworben haben“, freut sich Axel Meven von der städtischen Jugendförderung, die sich im Vorfeld tatkräftig an der Organisation beteiligte.

Einen besonderen Auftritt hatte die 94-jährige Esther Bejarano. Die KZ-Überlebende engagiert sich seit Jahrzehnten gegen Rassismus und geht erst seit zehn Jahren rund 200 mal pro Jahr mit der Kölner „Microphone Mafia“ auf die Bühne. In ihren Songtexten erzählt sie von ihren Erlebnissen in den Konzentrationslagern Auschwitz und Ravensbrück. Mit dabei waren am Samstagabend außerdem Jean Cyrille, Sam Sillah, Robin Soho, Daroza sowie Headliner Megaloh.

Florian Mayer, Schlagzeuger von „Pony Hütchen“, brachte es am Freitagabend auf den Punkt: „Es ist uns eine Ehre hier zu spielen und wir wären bei einer Neuauflage gern wieder dabei“. Für das begeisterte Publikum steht nach „ME against racism“ jedenfalls völlig außer Frage, dass Mettmann das Potenzial hat, ein Festival dieser Art dauerhaft zu etablieren.