Seltener Goldgulden ergänzt Dauerausstellung im Essener Ruhr Museum

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Die Einlegung des Werdeer Goldgulden. Foto: Ruhr Museum/ Andrea Kiesendahl
Die Einlegung des Werdeer Goldgulden. Foto: Ruhr Museum/ Andrea Kiesendahl

Essen. Der sogenannte „Werdener Goldgulden des Abts Johann Stecke, 1432 – 1452“, ist ab sofort in der Dauerausstellung des Ruhr Museums, Zollverein A 14 in Essen, zu sehen. 

Neben dem Goldgulden sind bisher nur zwei weitere Golddukaten aus Werden bekannt, die sich auch in der Sammlung des Museums befinden. Damit kann die seltene Goldmünze mit Unterstützung der Sparkasse Essen erstmals dauerhaft der Öffentlichkeit gezeigt werden.

Gemeinsam mit dem Museumsdirektor Prof. Heinrich Theodor Grütter und Heinz Josef Kramer, dem numismatischen Experten des Ruhr Museums, legte Helmut Schiffer, Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Essen, die seltene Kostbarkeit in eine Vitrine auf der 12m Ebene der Dauerausstellung des Regionalmuseums ein.

Neben drei weiteren kostbaren Hohlringhellern des Abts Johann Stecke aus Werden bereichert der neu erworbene „Werdener Goldgulden“ die numismatische Sammlung des Museums um ein sensationelles Stück. Seit der Gründung des Ruhrlandmuseums, dem Vorgänger des heutigen Ruhr Museums, gehören die Münzen des Stifts Essen und der Abtei Werden nun bereits 120 Jahren zum Sammlungsschwerpunkt.

Seit Jahrzehnten versucht der numismatische Experte des Ruhr Museums, Heinz Josef Kramer, historische Münzen, die in Essen entstanden sind, wieder an ihren Ursprungsort zurückzuholen. Die Bewertungen durch Christian Stoess, Mitarbeiter am renommierten Münzkabinett des Bode-Museums in Berlin und Präsident der Gesellschaft für Internationale Geldgeschichte, belegen die Seltenheit und Kostbarkeit des Goldguldens.

„Wir freuen uns, dass durch unsere finanzielle Unterstützung der „Werdener Goldgulden“ als historisches Zeugnis der Öffentlichkeit präsentiert werden kann. Diese Münzsensation wäre als Anlageobjekt in einem Tresor viel zu schade.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Essen, Helmut Schiffer, im Anschluss an die Einlegung.

Prof. Heinrich Theodor Grütter ist über den Neuerwerb ebenfalls begeistert: „Ein solches Unikat fehlte bisher in unserer Sammlung. Wir freuen uns sehr, dass wir nun eine solche Goldmünze von äußerster Seltenheit besitzen und damit die numismatische Sammlung einprägsam ergänzen konnten.“

Heinz Josef Kramer, der numismatische Experte des Ruhr Museums, sagt dazu: „Seit 31 Jahren ist es mein Bestreben, historische Münzen, die hier entstanden und umgelaufen sind, wieder an ihren Ursprungsort zurückzuholen. Dass der Ankauf des Goldguldens geklappt hat, gehört zu den Höhepunkten meiner Tätigkeit für das Ruhr Museum.“

Weitere Informationen zum Ruhr Museum gibt es unter www.ruhrmuseum.de.