Seniorentag auf dem Königshof-Platz am 28. September

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Sozialamtsleiterin Anja Karp, Oliver Pahl, Annette Diehl, Stefan Wigge und Volker Paikert (v. l.) vom Runden Tisch für SeniorenFragen (RTfS) haben den Seniorentag 2019 vorbereitet. Foto: Kreisstadt Mettmann
Sozialamtsleiterin Anja Karp, Oliver Pahl, Annette Diehl, Stefan Wigge und Volker Paikert (v. l.) vom Runden Tisch für SeniorenFragen (RTfS) haben den Seniorentag 2019 vorbereitet. Foto: Kreisstadt Mettmann

Mettmann. Am Samstag, 28. September, lädt der Verein „Runder Tisch für SeniorenFragen“ (RTfS) ab 10 Uhr zum Seniorentag ein.

Von 10 bis 14 Uhr werden sich Mitglieder des Vereins, darunter unter anderem der Seniorenrat, das Caritas Altenstift, das Aktionsbündnis Senioren-Sicherheit, der Senioren-Park „Carpe diem“, die Wohn- und Pflegeberatung der Stadt, das Haus St. Elisabeth sowie der Sozialdienst Katholischer Frauen und Männer (SKFM) auf dem Platz vor der Galerie Königshof mit ihren Angeboten vorstellen. Wegen der Umbauarbeiten, die derzeit in dem Einkaufszentrum durchgeführt werden, wird der Seniorentag nach draußen verlegt.

Informationen, Tipps und Hinweise gibt es unter anderem zu den Themenbereichen „Bequem und sicher wohnen“, „Seniorensicherheit“, „Gesundheit“ und „Begegnungsstätten im Quartier“.

Der Seniorentag steht unter dem Motto „Geh raus aus dem Haus“. Der Vereine will ältere Menschen bewegen, dort hinzugehen, wo sich das Leben abspielt – in die Innenstadt. Das Motto des Seniorentages wird im kommenden Jahr auch Themenschwerpunkt des Veranstaltungsprogramms des „Runden Tisches für SeniorenFragen“. „Wir wollen älteren Menschen aufzeigen, wie sie aus ihrer Einsamkeit herauskommen und an Veranstaltungen teilnehmen können“, sagt Vereinsvorsitzender Stefan Wigge.

Ende 2018 betrug der Anteil der Menschen in Mettmann, die 65 Jahre und älter sind, 22,67 Prozent. Die Zahl der über 80-Jährigen lag bei 7,76 Prozent. Weiterhin sagt die Statistik, dass 21,4 Prozent der Mettmanner, die 55 Jahre und älter sind, alleine leben. „Häufig haben alleinstehende ältere Menschen kaum noch soziale Kontakte“, weiß Oliver Pahl von der städtischen Wohn- und Pflegeberatung, der beim „Runden Tisch für SeniorenFragen“ als Geschäftsführer im Vorstand arbeitet. „Diese Menschen wissen oftmals auch gar nicht, wo und wie sie Hilfe erhalten können“, sagt Volker Paikert, Schatzmeister des Vereins. In ihren eigenen vier Wänden kämen die Menschen an diese Info nicht heran. Die Zahl der Senioren, für die der Umfang mit einem PC selbstverständlich ist, sei noch recht gering.

Der „Runde Tisch für SeniorenFragen“ setzt sich deshalb auch dafür ein, dass ältere Menschen besser in die Stadt kommen, um wieder soziale Kontakte aufbauen und pflegen zu können. „Ein Bürgerbus wäre eine Lösung. In Mettmann hat das Projekt Bürgerbus Fahrt aufgenommen“, sagt Vorsitzender Wigge.

Aber auch das Einkaufen in der Stadt, fordert der Verein, muss für Senioren einfacher werden. Der Seniorenrat, mit Annette Diehl im Vorstand vertreten, will ein Projekt im Einzelhandel starten, mit dem sich gehbehinderte Menschen vor den Geschäften bemerkbar machen können, die ohne Hilfe keine Treppenstufen hochkommen. „Wir werden den Geschäftsleuten funkgesteuerte Klingeln anbieten, die außen einfach montiert werden können“, sagt Annette Diehl.

Die „Helfenden Hände“ sind auf dem Seniorentag auch vertreten. Sie bieten Unterstützung bei der Alltagsbewältigung an. Sie suchen nicht nur Menschen, die Hilfe benötigen, sondern auch Menschen, die Hilfe anbieten möchten. „Dabei geht es um ganz niederschwellige Angebote“, so Wigge.

Der Seniorenrat bietet zum Seniorentag SOS-Notfallboxen an, in die alle wichtige Information hinterlegt sind: Medikamentenpläne, Kopie der Versicherungskarte, Adresse von Angehörigen oder Vorsorgevollmacht. „Die Box wird im Kühlschrank aufbewahrt. In einem Notfall wissen die Rettungskräfte sofort, wie und wo sie schnell an diese Patienten-Informationen herankommen. „Damit hat die Feuerwehr in anderen Städten schon gute Erfahrungen gemacht“, sagt Annette Diehl.