Mit dem Projekt “Refill” Plastikmüll vermeiden

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"Refill" zielt darauf ab, Plastikmüll zu vermeiden. Foto: Pixabay

Velbert. Laut Deutscher Umwelthilfe werden bundesweit jeden Tag rund 43 Millionen Plastik-Einwegflaschen verbraucht, deren Herstellung und Entsorgung einerseits viel Energie benötigt und andererseits eine Menge (Plastik-)Müll produziert. In Velbert möchte die im Frühjahr 2019 gegründete Umwelt-AG des Jugendparlaments diesem Verbrauch mit der Initiative “Refill” entgegenwirken. Das berichtet die Stadtverwaltung.

Die Idee der Inititiative stammt ursprünglich aus der englischen Stadt Bristol und ist gleichermaßen simpel wie effektiv: Man bringt eine eigene (Mehrweg-) Flasche mit, kann sie in Unternehmen wie Geschäften, Restaurants oder Büros kostenlos mit Leitungswasser auffüllen und spart sich somit den Kauf von Wasser in (Einweg-) Plastikflaschen.

„Die wesentlichen Vorteile liegen dabei auf der Hand“, erklärt die Sprecherin der Umwelt-AG, Noelle Fügler. „Leitungswasser ist in Deutschland günstiger als jedes zu kaufende Wasser, hat nahezu überall eine sehr gute Qualität und kommt zudem unverpackt sowie ohne verkehrsbedingte Emissionen in die Flasche. Darüber hinaus ist Refill ein soziales Projekt, bei dem auch Familien und Menschen mit wenig Einkommen mitmachen können“.

Zur Unterstützung des Projekts haben sich die Mitglieder der Umwelt-AG Marian Osterhoff, Klimaschutzmanager der Stadt, zur Seite geholt. „Ich bin begeistert vom Engagement der Mitglieder und von dem Projekt auch persönlich überzeugt. Daher möchte ich so weit es geht mit Rat und Tat zur Seite stehen. Dazu gehört natürlich auch, dass wir seitens der Stadt überlegen und prüfen, welche öffentlichen Gebäude als Refill-Standorte in Frage kommen.“

Dem “Plastikwahnsinn ein Ende bereiten” will auch Martin Röthig, Geschäftsführer des “Cycle Café Xperience Centers” in Velbert-Langenberg. Neben zwei weiteren Firmen in Velbert klebt der Refill-Aufkleber bei ihm schon länger an der Tür: “Wir möchten das No-Waste-Verständnis antreiben und sind bereit, dafür etwas zu tun – und wenn es nur die Kleinigkeit ist, eine mitgebrachte Flasche aufzufüllen.”

Der Aufbau eines Refill-Netzes mit möglichst vielen Standorten in Velbert ist allerdings nur der Anfang im Kampf gegen den Plastikmüll und für den Umweltschutz in Velbert, erklärt die Umwelt-AG. Es wurden bereits mehrere Ideen und Projekte ins Auge gefasst, die in den kommenden Monaten und Jahren angegangen werden sollen.

An dem Projekt “Refill” interessierte Unternehmen sind dazu eingeladen, sich bei der AG unter jugendparlament@velbert.de oder beim städtischen Klimaschutzmanager unter marian.osterhoff@velbert.de zu melden. Weitere Informationen zu “Refill” gibt es unter anderem auf der offiziellen Website www.refill-deutschland.de.