Neanderland Biennale startet in das zweite Wochenende

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Ein "Escape Room": Das Wetterlabor in Langenfeld. Foto: Leo Kammer

Kreis Mettmann. Die Neanderland Biennale, die noch bis zum 14. Juli läuft, ist erfolgreich gestartet. Das große Theaterfestival, mit Inszenierungen in allen zehn Städten des Kreises, geht in die zweite Woche.

Den Anfang macht am Freitag, 5. Juli, in Haan das Theatrium Steinau. Es präsentiert um 20 Uhr in der Aula Gesamtschule Haan, Walder Straße 15, ein Figurentheater für Erwachsene mit Schauspiel und Live-Musik, basierend auf Jonas Jonassons Bestsellererfolg “Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand”. Zwei Beamte im Ruhestand, der Staatsanwalt Conny und der Kommissar Göran, treffen sich allmorgendlich beim Angeln. Anhand der aus dem Archiv geschmuggelten Akten gehen sie ihre interessanten Kriminalfälle noch einmal durch. So auch den des hundertjährigen Allan Karlsson.

Selbst zu Akteuren werden Freitag, 5. Juli, die Mitspieler in Langenfeld im theatralen Escape Game “Das Wetterlabor” von Looters e.V. aus Düsseldorf. Hier müssen in Teamarbeit Zahlencodes geknackt, Puzzleteile gefunden oder Lösungswörter aufgedeckt werden. Für das Wetterlabor gibt es insgesamt 28 buchbare Termine (auch am 6./7. Juli). Es findet im Schaustall Langenfeld, Winkelsweg 38, statt.

Die Truppe "Emscherblut" präsentiert einen Rundgang mit spontanem Theaterspiel. Bildrechte: Emscherblut
Die Truppe “Emscherblut” präsentiert einen Rundgang mit spontanem Theaterspiel. Bildrechte: Emscherblut

Am Samstag, 6. Juli, können sich die Zuschauer gemeinsam mit Truppe Emscherblut, zu einem Sparziergang durch Monheim am Rhein aufmachen. Auf dem Rundgang erwartet sie spontanes Theater und überraschende Szenen. Hier mischen sich historische Anekdoten mit fiktiven Geschichten. Nur die Neugierde und die Entdeckungslust der Zuschauer geben die Richtung vor. Auf Wunsch improvisiert Emscherblut eine Szene. Das Ganze wird von einem mobilen Zweimann-Orchester begleitet. Der Spaziergang startet um 18 Uhr am Rathausplatz in Monheim am Rhein.

Am Sonntag, 7. Juli, erwartet die Zuschauer ab 15.30 Uhr in Velbert eine ganz besondere Art des Theaters: In dem mobilen Playback-Western “Longjohn auf der Flucht” verwandeln die Kölner Theatergruppe Der weiße Knopf und die Servicepioniere einen Bus in ein fahrendes Theater. Sie entführen die Fahrgäste in eine cineastische Western-Szenarie: Dabei nutzen die Darsteller Original-Dialoge aus bekannten Westernfilmen. Was inszeniert und was purere Zufall ist, das bleibt ein Geheimnis. Für den passenden Rahmen sorgt die Musik- und Kunstschule Velbert mit einem Westernfest. Die jeweiligen Busfahrten dauern etwa 15 Minuten. Start ist die Haltestelle Poststraße, Velbert, Ende: Kunst- und Musikschule Velbert, Kaiserstraße 12.

Die Theaterinszenierungen laden Menschen ein, die gerne ins Theater gehen und Theater einmal neu erleben möchten. Aber auch wer mit Theater bisher wenig Berührung hatte oder zwar gerne, aber nicht allein ins Theater gehen will, wird mit der Neanderland Biennale “abgeholt”. Neu bei der diesjährigen Biennale ist nämlich die Aktion “Gemeinsam ins Theater”. Dabei registriert man sich online oder telefonisch für die jeweilige Veranstaltung und ist damit zum zwanglosen Kennenlernen der anderen Aktionsteilnehmer eingeladen, um anschließend in Gemeinschaft das Theatererlebnis zu genießen und sich am Ende in lockerem Rahmen über das Erlebte auszutauschen.

Für viele Veranstaltungen wird kein fester Eintrittspreis erhoben. Stattdessen gilt “Betaal, wat de häs” – das heißt, man zahlt nach der Veranstaltung, was sie einem wert ist. Für die kostenpflichtigen Veranstaltungen sind Karten im Vorverkauf erhältlich – entweder online auf der Biennale-Homepage oder bei einer der im Programm aufgeführten Vorverkaufsstellen.

Alle Infos zum Programm gibt es unter www.neanderland-biennale.de.

Das gedruckte Programmheft liegt an zahlreichen Stellen in der Region aus; auf Wunsch (Tel. 02104/991190 oder Mail an kulturamt@kreis-mettmann.de) kommt das Programm auch per Post.

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