Verbraucherzentrale rät: “Solarstromanlagen müssen erneut registriert werden”

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Für Betreiber von Solarstromanlagen hat die Verbraucherzentrale NRW Tipps parat. Foto: Symbolbild (pixabay)
Für Betreiber von Solarstromanlagen hat die Verbraucherzentrale NRW Tipps parat. Foto: Symbolbild (pixabay)

Kreis Mettmann. Ein Energieexperte der Verbraucherzentrale NRW gibt Tipps für Betreiber von Solarstromanlagen.

Auf Mettmanner Haushalte mit Photovoltaikanlage oder Blockheizkraftwerk kommt eine Extra-Hausaufgabe zu: Sie müssen ihre Anlagen online im neuen Marktstammdatenregister melden.

“Die zusätzliche Meldepflicht im Marktstammdatenregister betrifft alle – auch Anlagen, die seit Jahren Strom erzeugen und ordnungsgemäß an mehreren Stellen gemeldet sind“, betont Energieberater Dipl. Ing. Arch. Thomas Bertram von der Verbraucherzentrale NRW. Auch die Größe sei egal: Sogar Balkonmodule müssten demnach in das Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur eingetragen werden, Batteriespeicher ebenfalls. Passiere das nicht, drohten Verluste beim Anspruch auf EEG-Vergütung und Bußgelder, heißt es seitens der Verbraucherzentrale.

Der bürokratische Zusatzaufwand sei zwar grundsätzlich eher ärgerlich, sagt der Experte. Praktisch bleibe dieser aber glücklicherweise relativ überschaubar. Auszufüllen sei eine Abfrage unter www.marktstammdatenregister.de. „Betreiber können sich ruhig noch ein wenig Zeit lassen, sollten die Pflicht aber auf dem Schirm haben”, erklärt Bertram. Schließlich habe man für die Registrierung einer bereits laufenden Anlage noch Zeit bis Januar 2021, bei Batteriespeichern immerhin bis Ende 2019.

Nur neue Anlagen und Speicher sind wie bisher innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme anzumelden. Dafür ist aber die Meldepflicht im bisherigen Anlagenregister entfallen – Neueinsteiger haben also keinen Zusatzaufwand.

Mehr Antworten zum Marktstammdatenregister gibt es unter www.verbraucherzentrale.nrw/marktstammdatenregister. Hilfe bei allen technischen und bürokratischen Fragen rund um Solarstrom vom eigenen Hausdach gibt es bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW, 02173 849 25 05, Tel. 0211 / 33 996 555, www.verbraucherzentrale.nrw/energieberatung.

Informationen und Beratungen zur Solarenergie bietet die Verbraucherzentrale NRW im Rahmen des Projekts Energie2020 an, das mit Mitteln der Europäischen Union und des Landes NRW gefördert wird.

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