Nach dem Ende des Kalkabbaus: GVM will zehn Prozent der Fläche als Tourismus-Areal nutzen

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Ist Gegenstand der Planungen: der Kalksteinbruch Neandertal. Foto: GVM
Ist Gegenstand der Planungen: der Kalksteinbruch Neandertal. Foto: GVM

Mettmann. Die Gesellschaft Verein zu Mettmann (GVM) hat zu einer Auftaktveranstaltung eingeladen, auf der über die Pläne für die touristische Zukunft des Neandertaler Kalksteinbruchs informiert worden ist.

Die GVM hatte dazu in das Auditorium des Neanderthal-Museums eingeladen. Dort präsentierte der Vorstand des Vereins zunächst Hintergrundinformationen, anschließend wurde die angepasste Planung von Willi Schaefer und Hermann Bell von der CoMin-Gruppe, Eigentümer und Betreiber des Kalksteinbruchs Neandertal, vorgestellt. Im Anschluss an den Vortrag stand eine Besichtigung des Areals auf dem Programm.

Ein Schwerpunkt der Planungen im Rahmen des Projekts “NaTourKultur Neanderthal”, der einer Attraktivierung des Museumsumfeldes dienlich sein soll, war, bereits im Jahr 2010 unter anderem die Umnutzung eines Teilbereichs des Kalksteinwerkes Neandertal in ein touristisch genutztes Areal nach Erlöschen der Betriebserlaubnis. Dafür werde nun 2021/2022 angepeilt, heißt es von der GVM. Und weiter: “Der aktuelle Regionalplan verhindere, trotz massiver Einsprüche, die damals vorgestellte Konzept-Dimension.” Der Regionalplan sieht vor, dass der Steinbruch mit dem Ende des Kalkabbaus umzäunt und vollständig renaturiert werde.

Die folgenden Faktoren benennt die GVM als wesentlich für die angepasst Neukonzeption:

  • Gesamtgelände 92 ha, Folgenutzung ca. 9,5 ha
  • Entlastung Museumsumfeld, durch ca. 1,3 ha Parkplätze auf der Hochfläche, auch für Reisemobile, Wohnwagen
  • Jugendherberge mit Freifläche ca. 2,4 ha
  • Informationszentrum, Haus der Sinne, mit Veranstaltungshalle ca. 0,8 ha plus 0,9 ha
  • Ökologische Bildungsstätte mit Gastronomie, Konferenzräumen u. Übernachtung, mit Spa Bereich (Gesundheit durch Wasser) ca. 0,6 bis 1,2 ha
  • Uhu-Projekt, Kammmolchgewässer und Parkplatz 6 bis 7 ha
  • Vogelschutzgebiet mit zwei Beobachtungstürmen über Wanderwege zum Sedimentationsbecken und dem Wanderwegenetz zum Neandertal – für Kinder „Evolution spielend erleben“
  • Aussichtspunkt auf der Hochhalde (172 m üNN) mit Wanderwegen und Dino-Rutsche von der Halde Richtung Steinbruch
  • Der Regiobahnhof – Haltepunkt Neandertal, ist zu Fuß nur wenige Minuten entfernt

Aus der Präsentation zieht die Gesellschaft zu Mettmann das Fazit eines “großen Konsens von Politik und den Vertretern der Öffentlichkeit”. Am Donnerstag, 4. Juli, wird die GVM das Projekt im Weltspiegel Kino der Wirtschaft Mettmanns und Erkraths vorstellen, um es dann am Mittwoch, 18. September, auf einer öffentlichen Podiumspräsentation im Foyer der Neandertalhalle präsentieren zu können.