Offener Brief an die Bürgermeisterin: Bürgerverein und BUND äußern sich zum S-Bahnhof Aprath

424
Bahnhof Wülfrath-Aprath: Eine bessere Busanbindung wird es nicht geben. Foto: Hans-Joachim Kling
Bahnhof Wülfrath-Aprath: Eine bessere Busanbindung wird es nicht geben. Foto: Hans-Joachim Kling

Wülfrath. Der Wülfrather Bürgerverein und die Ortsgruppe des BUND wenden sich in einem offenen Brief an die Bürgermeisterin – es geht um den Anschluss der Linie 601 an den S-Bahnhof Aprath.

BUND und Bürgerverein Wülfrath hatte eine bessere Anbindung an den Bahnhof Wülfrath-Aprath gefordert. Die Stadt teilte jüngst mit, dass nach einer Prüfung der Wuppertaler Stadtwerke die Wirtschaftlichkeit für eine Taktverdichtung nicht gegeben sei (wir berichteten).

Nun haben sich die Ortgruppe des BUND und der Bürgerverein in einem gemeinsamen offenen Brief an die Bürgermeisterin gewandt: 

“Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Claudia Panke,

am 15. November 2001 fand das Treffen des Arbeitskreises “Stadtbuskonzept” statt. Es waren 16 Teilnehmer, unter anderem Vertreter fast aller Parteien. Den Wuppertaler Stadtwerken wurden viele Anregungen zur Entwicklung des Stadtbuskonzeptes mit auf den Weg gegeben. Danach gab es meines Wissens kein Treffen mehr.

Seit 18 Jahren wartet Wülfrath auf einen tragfähigen Busanschluss an den Aprather Bahnhof. Jetzt haben wir seit einem Jahr die Hoffnung, dass der Anschluss an den Aprather Bahnhof mit Änderung der S-Bahntaktes endlich klappt. Sie haben gestern im Umweltausschuss Ihr Wirken bei der Kreisverwaltung und die Arbeit der Verwaltung dafür hervorgehoben.

Vor einer Woche hat die Kreisverwaltung eine Email an Sie verschickt, dass die Wuppertaler Stadtwerke die Einrichtung eines zweiten Busses in der Stunde aufgrund der geringen Fahrgastzahlen ablehnen.
Die Reaktion der Ausschussmitglieder war eindeutig. Alle, die sich zum Thema geäußert haben, konnten die Aussage der WSW nicht nachvollziehen – nach dem Motto: Ein schlechter Anschluss hat natürlich wenig Fahrgäste. Dann kam der Vorschlag, den zweiten Bus wenigstens zur Probe einzurichten! Aus der Verwaltung kam eine eher zögerliche Haltung, es sei nur noch wenig Zeit und Hinweise auf den Haushalt.

Wir können das nicht nachvollziehen! Nach Ihren und Herrn Barnats Worten hat die Verwaltung sich schon lange mit dem Thema auseinandergesetzt! Wenn das korrekt ist, dann müssen bis zur letzten Woche alle Voraussetzungen geschaffen worden sein. Auch das Geld müsste im Haushalt stehen, umso mehr, da die drei Linien zum Bahnhof Dornap in diesem Jahr noch nicht eingerichtet werden. Was noch fehlt ist ein Angebot an die WSW, das diese nicht ausschlagen können. Andere Städte haben ja auch Ortsbusse eingerichtet.

Die Strecke der Linie 601 ist ausschließlich auf Wülfrather Gebiet, Abstimmungen mit anderen Städten sind nicht nötig.
Wülfrath hat lange genug auf den Anschluss gewartet, ein weiteres Jahr Verzögerung darf nicht mehr sein!

Mit freundlichen Grüßen,” 

Adelheid Heiden, Ilona Fenko
Bürgerverein Wülfrath

Götz–Reinhardt Lederer
 BUND Ortsgruppe Wülfrath

Kommentare