„Ramsch & Rosen“ und das Duo Sanguitar im Museum Abtsküche

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Foto: Veranstalter

Heiligenhaus. Am Pfingstsonntag, 9. Juni, und am Pfingstmontag, 10. Juni, jeweils von 11 bis 17 Uhr heißt es wieder „Ramsch & Rosen“ im Museum Abtsküche, Abtskücher Str. 37, in Heiligenhaus. Am Freitag, 7. Juni, gibt das Duo Sanguitar ein Konzert.

Im letzten Jahr fand zum ersten Mal „Ramsch & Rosen“ im Museum Abtsküche statt. Die  Idee dazu, hatte Museumskustos Reinhard Schneider aus Wien mitgebracht. Die Erklärung für den etwas ungewöhnlichen Namen ist folgende: Die österreichische Bezeichnung Ramsch bedeutet „Altware“, und die Rose, die edelste Blume unter den Gewächsen, versetzt der Altware eine Veredelung, also „edle Altwaren“, oder anders ausgedrückt „Antiquitäten“. 

Unter dem überdachten Außenbereich des Museums führt die Auslage durch unterschiedliche Jahrzehnte. Alte Schätze, die beim letzten Frühjahrsputz das Licht der Welt erneut erblickten, Hingucker mit Aha-Erlebnis, Dinge aus Uromas Küche, ein Gruß aus den 60er und 70ern, Kleinteiliges und Imposantes, Jugendstil und Art Deco und, und, und…

Das Gefühl sich in einer Second-Hand-Boutique zu bewegen wird nicht aufkommen, denn Kleidung gibt es nicht. Ebenso wenig wie Schuhe oder ausrangiertes Plastikspielzeug. Dafür bietet „Ramsch & Rosen“ alles, was ein Sammlerherz höher schlagen lässt oder Dekorationsfreunden jede Menge Anregungen bietet. Und natürlich Rosen, die den Markt nicht nur bunter machen sondern ihm auch einen besonderen Duft geben.

Am Freitag, 7. Juni, ab 19.30 Uhr gastiert das Duo Sanguitar von und mit (dem Heiligenhauser und mittlerweile Wahl-Kölner) Jörg Krause im Museum Abtsküche. Die Musiker haben sich dabei die Sonetten von William Shakespeare, in der Übersetzung von Wolf Biermann, vorgenommen und mit den Liedern des Lautenisten John Dowland kombiniert. Sie wollen ihre Zuhörer musikalisch in eine zurückliegende Epoche entführen, genauer in das elisabethanische Zeitalter von 1600.

Und da die beiden künstlerischen Repräsentanten dieser Ära in ihren Werken eine Fülle an Poesie und Melodik bieten, die sowohl in der Sprache als auch in der Musik einen rhythmischen Eigensinn enthält, wird die Faszination an den vergangenen Jahrhunderten neu belebt. Die Biermann´schen Shakespeare-Sonetten sind dabei in ihrem Zauber zwischen Urkraft und Zartgefühl dermaßen präsent, dass die Lieder von John Dowland geradezu Chansons gleich auf irrationale Gefühlspfade führen. Im Gegensatz zum gesprochenen Wort verschmelzen dabei die streng 4-strophig ausgerichteten Gedichte aufs Feinste. Das ganze wird gesprochen, gesungen und gespielt in einer halbszenischen Aufführung. Karten für diese Zeitreise gibt es zum Preis von 15 Euro (Vorverkauf) im Kultur- und Bürgerbüro Heiligenhaus, online unter Neanderticket.de oder für 18 Euro an der Abendkasse.

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