Derya Can vorgestellt: Neue Büroleiterin will “echte Bürgerbeteiligung” verstärken

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Die 34-jährige Derya Can ist seit dem 1. April die neue Büroleiterin des Bürgermeisters. Foto: André Volkmann
Die 34-jährige Derya Can ist seit dem 1. April die neue Büroleiterin des Bürgermeisters. Foto: André Volkmann

Mettmann. Am Montag ist im Rathaus Derya Can als neue Büroleiterin des Bürgermeisters vorgestellt worden. Ihre Tätigkeitschwerpunkte liegen in der Öffentlichkeits- und Pressearbeit sowie im Bereich “Bürgerbeteiligung”.

Seit dem 1. April ist die 34-jährige, gebürtige Aachenerin Derya Can verantwortlich für die Organisation des Büros von Bürgermeister Thomas Dinkelmann. Mit ihrer “offiziellen Vorstellung” gilt der Stab der Stadtverwaltung – nach der Besetzung der Stabsstellenleitung für Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung durch Stephan Reichstein (wir berichteten) – nun als komplett besetzt. Die studierte Politikwissenschaftlerin ist die Nachfolgerin von Dr. Silvia Nolte, die bereits im Herbst Aufgaben bei der Stadt Witten übernommen hat. 

Nach ihrem Studium der Europawissenschaften in Maastricht sowie einem Master-Abschluss an der Universität Essen-Duisburg, arbeitete Derya Can zunächst bei einem Düsseldorfer Institut für interkulturelles Management- und Politikberatung bevor es sie im Jahr 2017 für rund anderthalb Jahre nach Stuttgart verschlug: dort gehörte die Sozialplanung für geflüchtete Menschen zu den Kernaufgaben von Can, die selbst Tochter türkischer Gastarbeiter ist. “Der Wunsch ist stark geworden, wieder in das Rheinland zurückzukehren”, sagt Can zu ihrem Stellenwechsel nach dem “kurzen Ausflug” nach Baden-Württemberg. Dann schließt sie an: “Ich habe auf mein Herz gehört.” Can wohnt derzeit noch in Bergisch-Gladbach, ein Umzug nach Köln ist jedoch geplant – dann mit ihrem Ehemann. 

Die Büroleitung hat die 34-Jährige vor rund sechs Wochen übernommen. “Ich wurde sehr nett in Mettmann empfangen”, sagt Derya Can. Nach der kurzen Zeit ist die Stadtverwaltung momentan noch eine “Lernzone”, die Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister klappt jedoch gut, sagt Can. Das bestätigt auch Thomas Dinkelmann, der einer “erfolgreichen Zusammenarbeit” zuversichtlich entgegensieht. Bevor konkrete Projekte angestoßen werden können, will Derya Can sich zunächst einen Überblick verschaffen – immerhin gehe “unheimlich viel geht über ihren Tisch”, so Can.

Bürgermeister Thomas Dinkelmann schätzt die Ratschläge seiner neuen Büroleiterin, mit der er “ein offenes und ehrliches Wort” pflegen will. Welche Themen Mettmann bewegt, hat Derya Can nach wenigen Wochen erfasst: “In Mettmann dreht sich viel um das Thema Verkehr.” Zudem werde die Attraktivierung des Jubiläumsplatzes zukünftig in ihren Fokus rücken.

Zu den Hauptaufgaben der neuen Stabsstellenleiterin gehört neben der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit auch der Bereich “Bürgerbeteiligungen”. Aufgefallen sei Derya Can bereits der “Gestaltungswille” der Mettmanner Bürgerinnen und Bürger. Für sie gehe es nun darum, sich um den Kontakt mit den Bürgern zu kümmern – auch gemeinsam mit ihrer Mitarbeiterin Sandra Balcke, die seit dem 1. März im Sekretariat der städtischen Verwaltung arbeitet und eingehende Bürgeranregungen betreut. Bürgerbeteiligungen sieht Can als Chance, die Dynamik in der Stadt aufzugreifen: “An Kreativität mangelt des den Mettmanner Bürgern nicht”, sagt sie. Im Rathaus möchte sie daher auch die Bereitschaft entwickeln, Ideen umzusetzen und damit “echte Bürgerbeteiligung” verstärken.

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