Zu Tode gequältes Kalb: Peta setzt Belohnung aus

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Velbert: Die Tierschutzorganisation Peta hat im Fall des zu Tode gequälten Jungbullen in Velbert eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, ausgesetzt. 

Die Tierschutzorganisation ist auf den Fall eines misshandelten Kalbs aufmerksam geworden, der sich laut Polizei am zwischen Donnerstagmorgen, 9. Mai, und Samstagmittag, 11. Mai, auf einer Weide am Grundscheidsweg in Velbert-Mitte zugetragen hat. Hier hatten Unbekannte einem Jungbullen massive Verletzungen im Kopfbereich und im unteren Lendenbereich zugefügt.  Die Täter sollen die Geschlechtsteile des Bullenkälbchens abgeschnitten und mitgenommen haben. Wir berichteten hier über den Fall.

Ermittlung der Täter sowie Angaben zu verdächtigen Personen, Fahrzeugen und Beobachtungen im beschriebenen Tatortbereich nimmt die Polizei in Velbert unter der Telefonnummer 02051-946-6110 jederzeit entgegen.

PETA setzt Belohnung aus

Um dabei zu helfen, den Fall aufzuklären, hat Peta eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise, die den oder die Tierquäler überführen, ausgesetzt. Zeugen werden gebeten, sich an die Polizei zu wenden. Die Tierschutzorganisation ist telefonisch unter 01520-7373341 zu erreichen, Infos auch auf Peta.de.

„Die brutalen Täter müssen gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden“, sagt Judith Pein im Namen von Peta. „Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Wer wehrlose Tiere aus Spaß quält, der schreckt möglicherweise auch nicht vor Gewalttaten gegenüber Menschen zurück. Peta fordert für überführte Tierquäler strenge juristische Konsequenzen – denn so kann eine abschreckende Wirkung erzielt werden.“

Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren

Peta hat sich mit dem Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren beschäftigt. Demnach sind sich Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu im Gespräch mit Peta: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten hat Peta die Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ herausgegeben.

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