Ordnungsdienst hilft verwirrter Frau nach Hause

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Ratingen. Ein Team des Kommunalen Ordnungsdienstes hat am Donnerstagvormittag auf dem Marktplatz einer offenbar verwirrten Frau aus Breitscheid geholfen.

Einen ungewöhnlichen Einsatz mit Happy End hat am Donnerstagvormittag ein Team des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) erlebt, das auf Streifendienst in der Ratinger City unterwegs war.

Der Ordnungsdienst wurde auf eine ältere Dame aufmerksam, die offensichtlich verwirrt auf dem Marktplatz stand. Auf die Frage, ob sie Hilfe benötige, gab die Frau an, dass sie nicht mehr wisse, wie sie nach Hause komme. Die Frau führte weder einen Ausweis noch sonstige Papiere mit, konnte aber letztlich auf mehrfaches Nachfragen doch ihren Namen nennen.

Eine Überprüfung ergab dann, dass es sich bei der Dame um eine 90-jährige Ratingerin handelt, die in Breitscheid wohnt. Unbürokratisch boten die beiden KOD’ler ihre Hilfe an und fuhren die Seniorin nach Hause. In der Wohnung der Frau befand sich am Telefon ein Zettel, auf dem neben den Rufnummern von Polizei und Feuerwehr auch die Mobiltelefonnummer der Tochter stand.

Die beiden Einsatzkräfte riefen die Tochter an und informierten sie über den Vorfall. Die 60-jährige Tochter war sehr erleichtert, dass der „Ausflug“ ihrer Mutter durch die Aufmerksamkeit und das sofortige Eingreifen der Mitarbeiter des Ordnungsdienstes ein gutes Ende genommen hatte und bedankte sich mehrfach bei den Einsatzkräften. Nach dem Telefonat wollte die Tochter sich sofort von ihrem Wohnort in Essen nach Breitscheid aufmachen, um sich um ihre Mutter zu kümmern.

Ordnungsdezernent Harald Filip lobt das unbürokratische Vorgehen des Kommunalen Ordnungsdienstes, der inzwischen aus elf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besteht, und betont: „Dieser Einsatz verdeutlicht einmal mehr, dass der KOD nicht repressiv auftritt, sondern – wie schon mehrfach betont – sich in erster Linie als Ansprechpartner für die Bürger versteht. Andererseits ist es natürlich auch Aufgabe der Einsatzkräfte, gegen Ordnungswidrigkeiten vorzugehen und diese zu ahnden, was leider immer wieder bei den Betroffenen selbst auf Unverständnis stößt.“    

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