Stadt Heiligenhaus bekämpft Eichenprozessionsspinner

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Die Haare des Eichenprozessionsspinners können allergische Anfälle auslösen. Archivfoto: Mathias Kehren
Die Haare des Eichenprozessionsspinners können allergische Anfälle auslösen. Archivfoto: Mathias Kehren

Heiligenhaus. Ab Montag, 29.April, wird im Stadtgebiet von Heiligenhaus auf öffentlichen Flächen der Eichenprozessionsspinner bekämpft. Das teilt die Stadtverwaltung mit.

Eine Spezialfirma wird rund 200 Bäume mit einem biologischem Präparat bedampfen, das auf die Raupen des Eichenprozessionsspinners wirkt. Die Ausbringung erfolgt mit einer Sprühkanone welche auf einem Fahrzeug montiert ist.

Bei dem Eichenprozessionsspinner handelt es sich um einen Falter, welcher im Entwicklungsstadium der Raupe üblicherweise in langen Prozessionen umherwandern. Die Entwicklung findet vom Ei zur Raupe, zur Puppe, bis zum Falter statt. Im Herbst werden die Eier abgelegt welche den Winter überdauern und die Raupen dann im Folgejahr je nach Witterung im April schlüpfen.

Ab dem dritten Larvenstadium entwickeln sie die mit Widerhaken versehenen Brennhaare, in denen sich das lösliche Protein Thaumetopoein befindet. Dieses Nesselgift kann bei Berührung bei Mensch und Tier unterschiedlichste allergische und entzündliche Reaktionen auslösen.

Aufgrund der insgesamt gestiegenen Population des Eichenprozeesionsspinners in den Vorjahren und der extremen Trockenheit in 2018 kam es zu einem starken und verbreiteten Befall an den Eichen im gesamten Stadtgebiet. Daher müssen jetzt umfassende Bekämpfungsmaßnahmen durchgeführt werden, so die Stadtverwaltung.