Aktionstage machen Pause: “Vermutlich geht es im Zweijahresrhythmus weiter”

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Die GVM hat die Zukunftspläne der Aktionstage vorgestellt. Foto: GVM
Die GVM hat die Zukunftspläne der Aktionstage vorgestellt. Foto: GVM

Mettmann. Seit 2015 wird von der Gesellschaft Verein zu Mettmann e.V. (GVM), dem mit über 150 Jahren ältesten Gesellschafts- und Wirtschafts-Netzwerk Mettmanns ein Projekt-Prozess zum „Aktionstag der Wirtschaft“ in Mettmann organisiert und durchgeführt. Dieses Projekt macht in diesem Jahr eine Pause.

Die Idee hinter dem Projekt ist schnell erklärt: Die lokale Wirtschaft stellt im Projekt-Prozess, am eigentlichen Aktionstag, für rund einen Tag mindestens eine freiwillige Mitarbeiterin oder einen freiwilligen Mitarbeiter frei – und wenn notwendig und möglich auch Werkzeug und Material zur Verfügung. Konkrete Projekte für und mit einer gemeinnützigen Einrichtung ihrer Wahl, die von den Einrichtungen selbst nicht realisiert werden könnten, werden dann gemeinsam umgesetzt.

Das ganze Spektrum der lokalen Wirtschaft hat sich bisher schon mehrfach eingebracht und engagiert – und zwar branchenübergreifend: Handwerker, Dienstleister, Geldinstitute, IT-Spezialisten, Kreative, Handel, Freiberufler, Industriebetriebe.

Die Projektideen stammen direkt von den gemeinnützigen Einrichtungen. Durch das umfangreiche Projektangebot können aus alle Branchen Kompetenzen und Engagement eingebracht werden.

Die nackten Zahlen sprechen für sich: Insgesamt haben bisher 94 Unternehmen teilgenommen und dadurch 165 Projekte von 42 gemeinnützigen Institutionen durchgeführt. Damit wurde gemeinsam ein Projektwert von weit über 650.000 Euro erzielt, wenn man für die Berechnung den durchschnittlichen Handwerkerlohn plus Material zugrunde legt. Aus all dem Engagement ist dann im Laufe der Zeit die “Starke Gemeinschaft Mettmann”, eine Initiative der GVM, entstanden.

Wegen der bisher positiven Rückmeldungen, war umso überraschender, dass “die Beteiligung von Einrichtungen, auch der Wirtschaft, sich von Beginn an zwar etwas rückläufig, aber nun im letzten Projekt-Prozess mehr oder weniger halbiert hat”, heißt es in einem Projektbericht der GVM. Ein Neustart müsse her, mit einer vorausgehenden Analyse. Auf die versandte Fragebögen bekam die GVM nur schleppend Antworten zurück. Das Resultat: eine Pause für die Aktionstage in diesem Jahr.

Anschließend soll es im einem Zweijahresrhythmus weitergehen.