Heiligenhauser Feuerwehr: Weniger Erstversorgungen, mehr Hilfeleistungen

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Der stv. Leiter der Feuerwehr Heiligenhaus, Jörg Brunnöhler, verleiht die Jugendflamme 1 an die Angehörigen der Jugendfeuerwehr Foto: Feuerwehr Heiligenhaus
Der stellvertretende Leiter der Feuerwehr, Jörg Brunnöhler, verleiht die "Jugendflamme 1" an die Jugendfeuerwehr. Foto: Feuerwehr Heiligenhaus

Heiligenhaus. Bei 504 Einsätzen war die Heiligenhauser Feuerwehr im letzten Jahr gefragt – von brennenden Papiermülleimern bis hin zur überörtlichen Hilfe in Monheim am Rhein wurde die Palette der Feuerwehr-Aufgaben abgefragt. 

Die Feuerwehr Heiligenhaus blickte bei ihrer Jahresabschlussbesprechung auf die
Herausforderungen des letzten Berichtsjahres zurück. Zwischen dem 1. November 2017 und dem 31. Oktober 2018 rückten die ehrenamtlichen Frauen und Männer der Feuerwehr insgesamt 467 mal aus. Hinzu kamen 37 Brandsicherheitswachen bei Theaterveranstaltungen.

“Wie im letzten Jahr vermutet ging die Zahl der Erstversorgungen stark zurück, die Stationierung des zweiten Rettungswagens in Heiligenhaus macht sich bemerkbar”, berichtet Pressesprecher und stv. Leiter der Feuerwehr Nils Vollmar. Waren es im vorigen Berichtszeitraum noch 223 Erstversorgungen, so waren es im aktuellen Berichtsjahr nur noch 101. “Dies bedeutet zugleich eine hochwertigere Versorgung von Notfallpatienten”, so Vollmar. “Zwar sind unsere First Responder für ihre Aufgabe speziell ausgebildet – aber eine Erstversorgung ersetzt nun einmal keinen Rettungswagen. Die Patienten kommen so viel schneller ins Krankenhaus.”

Neben 93 Alarmierungen zu Brandeinsätzen jeder Art stieg in diesem Jahr die Zahl der Hilfeleistungen. “Durch das Sturmtief Friederike kamen wir hier auf 273 Einsätze, 100 mehr als im vorigen Jahr. Zahlreiche Bäume fielen in der Stadt um, wir waren von 6.30 Uhr bis 21 Uhr im Einsatz.”

Neben den vielen Einsätzen war die Feuerwehr aber auch in anderen Bereichen aktiv: So präsentierten sich Jugendfeuerwehr und Einsatzabteilung beim jährlichen Stadtfest und nahm am Karnevalszug teil. “Wir gehören genauso unter den Kirchturm, wie die zahlreichen Vereine, die die Gesellschaft in Heiligenhaus verbinden”, ergänzt der Leiter der Feuerwehr, Ulrich Heis.

Zwei besondere Ehrungen wurden am Abend vergeben. Über zwölf Jahre war Unterbrandmeister Christian Frisch als stellvertretender Stadtjugendfeuerwehrwart aktiv – Frisch stammt selbst aus der Jugendabteilung der Wehr. Zum Jahreswechsel legt er auf eigenen Wunsch seine Funktion nieder. Kreisjugendfeuerwehrwart Jörg Schwarz verlieh die Ehrennadel der Jugendfeuerwehr NRW an Frisch. Frisch bedankte sich nach der Verleihung mit, “Ehrungen sind eine tolle Sache, viel wichtiger ist aber das gemeinsam Erlebte und die Erfahrungen der vielen Jahre.”

Eine weitere, besondere Ehrung hatte der stellvertretende Bezirksbrandmeister Mirko Braunheim mitgebracht. Er verlieh Brandoberinspektor Torsten Groenewold das Deutsche
Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber. Groenewold wurde für seine hervorragenden Verdienste für die Feuerwehr geehrt. Unzählige Stunden investiert der Brandoberinspektor in die Heimat-Feuerwehr, neben seiner hauptberuflichen Funktion bei der Feuerwehr Velbert. Oft
stellt er private Interessen hierfür in den Hintergrund, er sticht durch sein Engagement deutlich heraus und ist eine tragende Säule der gesamten Feuerwehr – seit weit über 25 Jahren. Zu den Gratulanten gehörte, neben der heimischen Wehrleitung und weiteren Gästen, auch der kommissarische Leiter der Feuerwehr Velbert, Frank Kapuczinski.

Im nächsten Jahr besteht die Wehr in Heiligenhaus seit 150 Jahren. Mehrere Veranstaltungen, intern und öffentlich, füllen das Jahr mit einigen Terminen – die Wehr wird hierüber noch detailliert berichten.

Die Feuerwehr Heiligenhaus ist eine von zwei rein ehrenamtlichen Feuerwehren im Kreis Mettmann. Insgesamt leisten hier 163 Frauen und Männer, Mädchen und Jungen hier ihren Dienst am nächsten – ob in der Jugendfeuerwehr (35 Mitglieder), der Einsatzabteilung (97
Mitglieder), der Unterstützungsabteilung (vier Mitglieder) oder der Ehrenabteilung (27 Mitglieder). 365 Tage im Jahr stehen sie bereit für die Bürger der Stadt – unentgeltlich, ehrenamtlich.