Boxen: VBC Velbert gegen Windmill

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Die Boxer vom Velberter Boxclub treten wieder an. Foto: VBC
Die Boxer vom Velberter Boxclub treten wieder an. Foto: VBC

Velbert. Die „jungen Wilden“ des Velberter Box-Club entzauberten die Niederlande-Nationalstaffel und entführten in Roosendaal beim 10:10 einen Punkt. Der Rückkampf findet am Samstag, 8. Dezember, ab 19 Uhr in der Sporthalle Velbert-Birth statt.

Das Velberter Team verkaufte sich vor gut 300 Zuschauern im kleinen, aber feinen Talent-Zentrum im Südwesten der Niederlande prächtig und trotzte dem favorisierten Boxteam Windmill ein 10:10-Remis ab.

Bei sieben Wertungskämpfen gewann jedes Team dreimal, einmal entschied sich das internationale Kampfgericht auf Unentschieden. Das war im Eröffnungskampf, als der niederländische Jugendmeister Cas van Peer sich gegen den Velberter Imad El Mahi mit zahlreichen Mätzchen im Ali-Stil mit einer Verwarnung viele Sympathien verspielte und über das Remis sogar froh sein durfte. Beide Jugend-Leichtgewichtler wurden mit einem großen Pokal für ihre Leistung belohnt.

Hauchdünn durch Punktwertung siegte im Jugend-Halbweltergewicht nach drei tollen Runden Brian van Vossen vom Windmill-Team gegen den Velberter Mohamed Öztürk.
Im besten Kampf des Abends siegte der deutlich verbesserte Velberter Khaled El-Jarbi im Weltergewicht gegen Hollandmeister Ference Soepboer, dessen Vorbild Waldimir Klitschko ist, mit einem boxerischen Feuerwerk in der dritten Runde durch Aufgabe. Für Soepboer flog das Handtuch in den Ring. Khaled wurde als bester Boxer des Events mit einem Riesenpokal ausgezeichnet.

VBC-Trainer Peter Staack war mit dem Urteil des Kampfgerichts, ebenfalls im Weltergewicht, nicht zufrieden. Der Deutsche Jugendmeister des Vorjahres, Sarhad Nouzad wurde gegen den körperlich stärkeren Meister der Niederlande, Sam Wagensveld, zum Verlierer nach Punkten erklärt.

Im Mittelgewicht unterlag Omar Sobeh (VBC) nach harter Gegenwehr gegen NL-Champion Haye Soepboer knapp nach Punkten. Es war Sobehs bisher bester Kampf.
Mit „Ali, Ali“-Rufen wurde Lokalmatador Rick den Nooijer lautstark angefeuert. Der Velberter Hadi Nasef (Halbschwergewicht-Elite, 81 Kilo) führte ein geschicktes Gefecht auf dem Rückzug, punktete in dem ihm eigenen Stil fleißig und gewann knapp nach Punkten.
Sein Bruder, Rechtsausleger Mahdi Nasef, machte es Hadi nach und gewann überraschend und äußerst knapp gegen den oft die Auslage wechselnden „Irrwisch“ Donovan Vroon nach Punkten.

„Wir sind zwar nicht mit allen Urteilen einverstanden, aber wichtig ist, dass unsere Mannschaftsleistung stimmte“, so VBC-Geschäftsführer Hans-Werner Mundt. Team, Trainer und Fans freuen sich auf den Rückkampf in der Sporthalle Birth am Samstag, 8. Dezember, ab 19 Uhr. Dann möchte der VBC seinen zweiten Platz in der Abschlusstabelle der internationalen Oberliga NRW verteidigen.