Peter Beyer trifft Landwirte nach Dürresommer

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Peter Beyer MdB mit Alfons Hülskemper, Johannes Paas und Martin Dahlmann auf dem Brachter Hof in Ratingen-Homberg. Foto: Peter Beyer MdB
Peter Beyer MdB mit Alfons Hülskemper, Johannes Paas und Martin Dahlmann auf dem Brachter Hof in Ratingen-Homberg. Foto: Peter Beyer MdB

Ratingen. Bundestagsabgeordneter Peter Beyer hat die Landwirte Alfons Hülskemper, Johannes Paas und Martin Dahlmann auf dem Brachter Hof in Ratingen-Homberg getroffen, um unter anderem über die Folgen der Dürre im vergangenen Sommer zu sprechen.

“Für Natur und Mensch war der diesjährige Sommer eine Belastungsprobe”, resümierte der CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Beyer nach seinem Gespräch mit der Kreisbauernschaft Mettmann. Die Debatte über die verheerenden Folgen des Dürresommers für die Landwirte war nur einer der Inhalte, den die Landwirte mit dem Abgeordneten besprachen. Die Themenpalette reichte vom Ausbau der A44 zwischen Heiligenhaus und Ratingen bis hin zur Handelspolitik zwischen der EU und den USA.

“Trotz des schwierigen Sommers sind die Erträge der Landwirte im Kreis noch vergleichsweise gut”, sagt Martin Dahlmann, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Mettmann. Die Dürrehilfe hätten nur wenige Betriebe im Kreis in Anspruch nehmen müssen, jedoch seien die finanziellen Einbußen für alle spürbar. Bund und Länder stellen insgesamt 340 Millionen Euro zur Verfügung, um die Landwirte nach der Dürre zu unterstützen.

“Viele Stellschrauben, die in der Politik gedreht werden, merken wir Landwirte vor Ort umgehend”, bemerkte Dahlmann, der auch stellvertretender Präsident der Landwirtschaftskammer NRW ist. Die traditionelle Landwirtschaft stehe insgesamt vor Umbrüchen, so Johannes Paas, stellvertretender Vorsitzender der Kreisbauernschaft und Landwirt aus Ratingen, im Gespräch. Der internationale Markt verändere die Nachfrage, und der fortschreitende Klimawandel mache allen Betrieben zu schaffen, sagte er weiter.

Die Nachricht der Verlängerung der Übergangsphase der Ferkelkastration in der vergangenen Sitzungswoche des Deutschen Bundestages sei eine positive für die Betriebe gewesen, so Dahlmann. Im Ziel, den Tieren kein Leid zuzufügen, sei man sich einig, jedoch müsse eine kosten- und aufwandsgerechte Alternativmethode noch gefunden werden. Nach wie vor seien nur wenige Verbraucher bereit mehr Geld für Fleisch auszugeben, auch wenn man feststelle, dass wieder mehr Wert auf regionale und qualitativ hochwertige Produkte gelegt werde, bemerkte Alfons Hülskemper, Inhaber des Brachter Hofes, der seine Produkte vornehmlich direkt, im eigenen hofeigenen Laden oder auf Wochenmärkten, vermarkte.