Woche der Abfallvermeidung

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Kreis Mettmann. Jeder Deutsche produziert im Durchschnitt 626 Kilogramm Abfall im Jahr. Nur noch die Dänen bekommen mit 777 Kilogramm im europaweiten Vergleich mehr auf die Waage. Zwar sind in Deutschland die Abfallvermeidung und die Wiederverwendung fest im Kreislaufwirtschaftsgesetz verankert, trotzdem wachsen die Abfallmengen stetig.

Die kurze Lebensdauer von Produkten und ein ständig wachsender Markt befeuern diese Entwicklung. Mit einem Aktionstag anlässlich der „Europäischen Woche der Abfallvermeidung 2018“, die vom 17. bis 25. November stattfindet, wollen die Abfallberater der Städte des Kreises und des Kreises Mettmann auf das Problem aufmerksam machen.

Am 17. November können Interessierte sich von 10 bis 16 Uhr die Werkstätten von Elektrorecycling Comp:ex und den angegliederten E-Laden der Neander-Diakonie, Graf-Adolf-Straße 7-9 in Ratingen, anschauen.

Zu jeder vollen Stunde wird eine Führung angeboten. Comp:ex Elektronikrecycling ist ein zertifizierter Fachbetrieb innerhalb der Abteilung Berufs- und Beschäftigungsförderung der Diakonie im Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann in Ratingen. Unter Anleitung des Werkstattleiters werden Elektrokleingeräte fachmännisch demontiert und die Materialien sortenrein erfasst. Der Betrieb besteht seit Oktober 2001 und wurde von der Stadt Ratingen, dem Kreis Mettmann und der Diakonie im Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann in Ratingen initiiert.

Die Besucher haben zudem im E-Laden die Möglichkeit nach gebrauchten Elektrogeräten und betriebsbereiten Computern zu stöbern oder sich im Comp:ex-Musem alte „Elektro-Schätze“ anzuschauen. Alle Geräte des E-Ladens wurden von Mitarbeitern von Comp:ex gereinigt, aufbereitet und geprüft. Somit ist nicht nur eine ressourcenschonende Weiternutzung von Kleingeräten gesichert, sondern es erhalten durch dieses Beschäftigungsprojekt Menschen, die lange arbeitslos waren, eine Chance für den beruflichen Wiedereinstieg.

Im Rahmen des Aktionstages erhalten die Abfallberater der Städte um 11 Uhr vom Kreis einen G2-Schulkoffer. Er enthält Anschauungs- und Lehrmaterialien zum Thema „Sammlung und Verwertung von Elektroaltgeräten und Altbatterien“ zum Beispiel ein zerlegtes Mobiltelefon, sowie die Primärrohstoffe und die geschredderten Materialien eines Handys.

Damit soll Schülern der Verbrauch an Ressourcen (Abfallvermeidung durch Verlängerung der Nutzungsdauer), der Lebenszyklus und die richtige Verwertung (Endlichkeit und Wert der Rohstoffe für Kreislaufwirtschaft) erklärt werden. Dieser Schulkoffer soll nun über die Abfallberatungen der Städte an Schulen verliehen werden.

Die Aktion der Abfallberatungen im Kreis Mettmann ist auf der Aktionskarte https://www.wochederabfallvermeidung.de/aktionskarte  eingetragen.