Ohne Ehrenamt geht es nicht

151
Noch bis zum 5. Dezember läuft die Fotoausstellung der Caritas Freiwilligenzentrale in der Stadtbibliothek Mettmann. Foto: André Volkmann
Noch bis zum 5. Dezember läuft die Fotoausstellung der Caritas Freiwilligenzentrale in der Stadtbibliothek Mettmann. Foto: André Volkmann

Mettmann. Am Dienstag ist in der Mettmanner Stadtbibliothek die Ausstellung „Den Horizont erweitern“ eröffnet worden. Gezeigt werden Fotografien ehrenamtlich Engagierter.

Bis zum 5. Dezember haben Interessierte Zeit, sich die Fotoausstellung in der Stadtbibliothek Mettmann, Am Königshof 13, während der Öffnungszeiten anzuschauen. Engagierte Ehrenamtliche der Freiwilligenzentrale der Caritas haben die Ausstellung organisiert, die nun als Aufruf für die Stärkung des Ehrenamtes verstanden werden soll.

Helene Adolphs, Andreas Konrad und Soheil Seyfikar haben mit ihren Kameras Momente aus der ehrenamtlichen Arbeit verschiedener engagierter Menschen aus Mettmann festgehalten: um ihren Einsatz zu wertschätzen, dem Ehrenamt ein Gesicht zu geben und nicht zuletzt, um Menschen für die Ausübung ehrenamtlicher Tätigkeiten zu begeistern.

Zu den Gästen am Tag der Ausstellungseröffnung gehörten auch Ministerialrat Andreas Kersting von der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen sowie Bürgermeister Thomas Dinkelmann. Letzterer ist zugleich Schirmherr der Fotoausstellung und davon überzeugt, dass ehrenamtliches Engagement das gesellschaftliche Zusammenleben in Mettmann prägt. Hinter der Ausstellung steht die Forderung, ehrenamtlich engagierten Menschen für ihre Arbeit zu danken. „Wertschätzung ist der Treibstoff für das Ehrenamt“, sagt Dinkelmann. „Man muss Menschen für die Ausübung eines Ehrenamtes begeistern. Genau das schafft diese Ausstellung.“

Wie wertvoll das Ehrenamt als sozialer Rahmen ist, verdeutlichte Andreas Kersting anhand einer Statistik. Rund 41 Prozent der Menschen über 14 Jahren aus Nordrhein-Westfalen engagieren sich ehrenamtlich. Meistens in Sportvereinen und bei Bewegungsangeboten, oft im Bereich Schule und Bildung. Dennoch: Das Ehrenamt hat es schwer, weil die demographische Entwicklung auch vor diesem Bereich keinen Halt macht. Es gehe darum, junge Menschen mit einem Ehrenamt zu verbinden. Häufig herrsche bei Jugendlichen Unverständnis darüber, warum jemand sich überhaupt ehrenamtlich engagiert, erzählt Bürgermeister Thomas Dinkelmann.

Ganz so selbstlos wie oft erklärt, sei das Ehrenamt dagegen nicht. Ein Jeder ziehe auch etwas für sich aus seinem Engagement: das Ehrenamt trägt damit zur Persönlichkeitsbildung bei.

Um Ehrenamtlichen ihre Arbeit zu erleichtern, kann auch die Stadtverwaltung helfen, indem sie den Abbau bürokratischer Hürden unterstützt. Das Land NRW will Bürgerinnen und Bürger ebenfalls beteiligen und schickt einen Info-Bus durch die Städte. In Mettmann wird dieser voraussichtlich im Frühjahr des nächsten Jahres ankommen. Die Caritas hingegen offeriert interessierten Ehrenamtlichen bereits am Donnerstag, 15. November, ein passendes Informationsangebot in der Stadtbibliothek Mettmann.

Stellvertretend für alle Menschen, die sich engagieren und auch für jene, die von der Ausübung eines Ehrenamtes anderer profitieren, sagt Bürgermeister Thomas Dinkelmann: „Ein Dankeschön tut gut.“