27 Jahre den Weg aus der Krise gezeigt

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DRK-Kreisverbandsgeschäftsführer Stefan Vieth (r.) überreichte Dagmar Peetz die Medaille des Kreisverbandes im Beisein von Sebastian Dahms, Tatjana Meixner und Bürgermeisterin Dr. Claudia Panke Foto: Sabine Drasnin Foto: Sabine Drasnin

Mehr als ein Vierteljahrhundert lang hat Dagmar Peetz Menschen den Weg in eine neue Phase gezeigt, jetzt steht für sie selbst eine neue Phase an: Sie geht in den Ruhestand.

Aber noch nicht so ganz, denn sie wird ihrer Nachfolgerin Tatjana Meixner in den nächsten zwei Jahren zehn Stunden im Monat beratend zur Seite stehen.

Im Kreis ist die Schuldnerberatung in Wülfrath in dieser Form einmalig, denn nur hier wird sie vom DRK durchgeführt. In enger Abstimmung mit der Stadt und anderen Sozialverbänden arbeitete Peetz mit ihren Klienten daran, einen guten Weg in die Zukunft zu öffnen.

„Dabei wollte sie nie nur Fälle bearbeiten, sondern das menschliche Schicksal im Auge behalten“, betonte Sebastian Dahms, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins. Ungefähr 1.500 Menschen hat sie wieder „auf die Schiene gesetzt“.

„Bei ihr gab es immer herzliche, aber auch sehr konsequente Beratung“, sagte Bürgermeisterin Claudia Panke, die sich persönlich bei Dagmar Peetz für die geleistete Arbeit bedankte. Das nötige Fingerspitzengefühl habe Peetz immer bewiesen.

„Ich habe in den vielen Jahren erlebt, wie es vielen Menschen besser ging und wie dankbar sie sind für unsere Hilfe sind“, sagte Dagmar Peetz. „Die Arbeit war Berufung für mich.“ Nach der Übergabe der Medaille des DRK-Kreisverbandes war Peetz sichtlich gerührt und dankte für die Unterstützung von Stadt, DRK-Vorsitzenden und Netzwerk.

„Nicht den Kopf in den Sand stecken“, rät Peetz überschuldeten Menschen: „Wer scheinbar keinen Ausweg mehr sieht, soll zur Schuldnerberatung kommen, damit schafft man wieder Zukunft!“

Seit 1. Juli ist Tatjana Meixner in der Wülfrather Schuldnerberatung aktiv. Die 45-Jährige bringt eine umfassende Ausbildung mit und war zuletzt in der Jugendberufshilfe und der Beschäftigungsförderung tätig. Die meisten Klienten, die die Wülfrather DRK-Schuldnerberatung zurzeit betreut, haben sie schon kennengelernt. „Ich will die Menschen unterstützen, ihren Weg zu finden“, so Meixner.