Container für die Feuerwehr beschlossen

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Die Feuerwehrleute ziehen sich seit Jahren in der Fahrzeughalle um. Foto: Sabine Drasnin (Archiv)

Der Rat der Stadt hat in seiner Sitzung am 10. Juli beschlossen, dass Container oder „andere zielführende Lösungen“ auf dem Gelände der Feuerwache errichtet werden. Der genaue Standort ist noch nicht festgelegt.

 

Die Spinde und damit der Bereich, in dem die Feuerwehrleute sich umziehen, liegen bisher in der Fahrzeughalle – aus Arbeitsschutzsicht ein unmöglicher Zustand. Fahrzeugabgase sind ein Teil des Problems; versehentlich rückwärtsfahrende Fahrzeuge eine große Gefahr.

Also sollen die Feuerwehrleute sich künftig an einem anderen Ort umziehen. Die bestehenden Gebäude bieten nicht genug Platz; der Umbau lässt noch auf sich warten. Die Stadt hat sich daher für eine Container-Lösung ausgesprochen und als möglichen Standort die jetzige Wiese rechts neben der Einfahrt (von der Wilhelmstraße aus gesehen) vorgeschlagen. „In diesen Container könnten die Umkleiden der ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen, der Mitarbeiter und mehrere Bildschirmarbeitsplätze untergebracht werden“, so die Stadt. Damit hätte die Feuerwehr auch direkt einen Ausweichort, wenn der dringend nötige Umbau der Feuerwache denn beginnt.

Gegen die Container-Lösung sprachen sich die in der Ratssitzung anwesenden Feuerwehrleute aus: Es herrsche große Sorge, dass aus diesem Provisorium wieder ein dauerhafter zustand wird und der Umbau der Feuerwache sich dann noch weiter verzögert, schilderte Stadtbrandmeister Guido Grossmann die Stimmung. Die 200.000 Euro für den Container sollten besser in Planung und Umbau der Wache investiert werden. Tim Kirschner von der Feuerwehr wies auf den Sicherheitsaspekt hin: Wenn die Container auf der Wiese neben der Ein- und Ausfahrt stehen, müssten die Feuerwehrleute die Ein- und Ausfahrt in voller Montur überqueren, auf der aber schon andere Fahrzeuge das Gelände verlassen – „das ist kritisch“, so Kirschner.

Bürgermeisterin Claudia Panke sprach sich für den Container aus und machte deutlich, dass er keine Dauerlösung sein soll. Gleichzeitig räumte sie Mängel ein: „Das lange Wegschauen war nicht gut.“ Jetzt sollen Planung und Ausschreibung des Umbaus der Feuerwache erfolgen; das werde wohl zwei Jahre dauern. Ein Provisorium sei damit unumgänglich.

Kämmerer Rainer Ritsche wies daraufhin, dass der Standort Rotdornweg prioritär sei. Aber auch hier sind die Pläne noch nicht fertig. Dieser Standort sei aber wichtig für die Umbauphase des Hauptstandorts. Ritsche sagte aber auch, dass der Standort des Containers noch nicht festgelegt sei. Außerdem gebe es Gespräche mit Straßen.nrw, eine zweite Zufahrt zu bauen.

Die Feuerwehrleute schlugen eine „fliegende Halle“ als Alternative vor. Welche Lösung nun gefunden wird, seht damit noch nicht fest, nur dass eine kommen wird – der Rat fasste einen „Vorratsbeschluss“, um die Mittel für einen Container oder eine gleichwertige Lösung freizugeben. Der Beschluss fiel einstimmig.