Die Realschule ist Geschichte

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Foto: Sabine Drasnin

Mit einer großen Party am 6. Juli auf dem Schulgelände und einer offiziellen Feier am 7. Juli im Paul-Ludowigs-Haus endet die Theodor-Heuss-Realschule Wülfrath nach 163 Jahren.

Am Freitagabend trafen sich ehemalige Schüler fast aller Jahrgänge (und viele Lehrer) auf dem Realschulgelände. Bei kalten Getränken und warmem Essen tauschten sie Erinnerungen aus und brachten sich gegenseitig auf den neuesten Stand. Viele Gruppen feierten noch nachdem Ende der offiziellen Party in Wülfrather Kneipen weiter.

Standen bei der Party ehemalige Schüler und Lehrer im Mittelpunkt, ging es bei der offiziellen Feier vor allem um den letzten Leiter der Realschule, Frieder Winterberg.

Er hatte nach dem politischen Beschluss zur Abwicklung der Schule nicht den Kampf gegen Windmühlen gesucht, sondern alles in Bewegung gesetzt, um den letzten Jahrgängen die bestmögliche Schulbildung in guter Atmosphäre zu ermöglichen. Vielfach war zu hören, dass ihm das auch gelungen ist.

Winterberg trat nicht nur als Redner, sondern auch als Musiker auf der Feier auf. Bürgermeisterin, Verteter von Sekundarschule, Elternpflegschaft und Bezirksregierung blickten auf ihre Zeit mit der Realschule und ihrem Leiter zurück. „Es war nicht immer leicht mit ihm“, war der Tenor, “aber er hat mit Verstand, Hand und Herz viel bewegt für Schule und Schüler”.

Der spontane Applaus mit Standing Ovations, als Winterberg seine Entlassungsurkunde erhielt, sprach für sich.