6:5 nach Elfmeterschießen

SSVg Velbert wirft RW Oberhausen aus dem Pokal

12. September 2018, 14:05 Uhr

Die SSVg Velbert bezwingt in der zweiten Runde des RevierSport-Niederrheinpokals den Vorjahressieger RW Oberhausen nach Elfmeterschießen mit 6:5. Damit steht die Mannschaft von SSVg-Trainer Alexander Voigt nun in der dritten Pokalrunde.

Die SSVg ist im Niederrheinpokal eine Runde weiter.

Foto: Mathias Kehren
Velbert -

SSVg-Trainer Alexander Voigt musste gegen RWO unter anderem auf Pascal Kubina und Leroy Mickels verzichten. Dafür stand Flügelflitzer Robert Nnaji von Beginn an in der Startformation.

Den besseren Beginn in das Pokalspiel erwischten die Hausherren aus Oberhausen, die in der Regionalliga-West aktuell den dritten Tabellenplatz belegen. Bereits nach wenigen Spielminuten musste die SSVg Velbert das erste Gegentor in diesem Spiel hinnehmen. Eine Flanke konnte SSVg-Keeper Philipp Sprenger nur in die Mitte abwehren, wo RWO-Spieler Tim Hermes (3.) stand und den Ball volley ins Tor beförderte.

Die Anfangsphase gehörte ganz klar der Mannschaft von Mike Terranova, die ordentlich Druck machte und die SSVg kaum ins Spiel kommen ließ.

Es dauerte eine knappe halbe Stunde, bis die „Blauen“ das erste Mal gefährlich vor das Tor der Oberhausener kamen und für ordentlich Gefahr sorgten. Nach einer Flanke stand plötzlich Ex-RWO-Spieler Michael Smykacz völlig frei und setzte einen Kopfball nur knapp neben das Tor.

Bis zur Halbzeitpause sollte es aber die einzige Möglichkeit gewesen sein, auch wenn die SSVg nach der ersten Torchance etwas aktiver wurde. Mit einem durchaus verdienten 0:1-Rückstand gingen die „Blauen“ in die Kabine.

Aus der Halbzeitpause kam die Mannschaft von Alex Voigt auch etwas mutiger, als es noch in den ersten 45. Minuten der Fall war. Michael Smykacz hatte wenige Minuten nach dem Wiederanpfiff den ersten Abschluss in Halbzeit zwei, doch sein Volleyschuss ging weit über das Gehäuse.

Der Plan von RW Oberhausen war in der zweiten Halbzeit klar zu erkennen. Die Mannschaft von Mike Terranova wollte möglichst schnell das zweite Tor nachlegen. Knapp eine halbe Stunde vor Schluss hatte RWO-Akteur Oubeyapwa eine gute Möglichkeit. Eine Flanke köpfte der Angreifer aber knapp über das Tor der SSVg.

Die SSVg war in dieser Phase bemüht noch zu weiteren Torchancen zu kommen, doch die Gastgeber aus Oberhausen standen in der Defensive sehr sicher. Dadurch das die SSVg nun etwas mehr riskierte, boten sich für RWO die ein oder anderen Konterchancen. Die dickste Möglichkeit hatte dann Tarik Kurt, der aus knapp 11 Metern verzog und somit nicht für die endgültige Entscheidung sorgte.

Nach dieser Chance machte die SSVg Velbert aber nun ordentlich Druck. Nach dem Massimo Mondello einen Freistoß nur in die Mauser hämmerte, kam wenige Minuten später der kurz zuvor eingewechselte Aliosman Aydin zu einer guten Möglichkeit. Der Ausgleichstreffer sollte aber noch nicht fallen.

In der Schlussphase nahmen die Strafraumszenen dann nochmal zu. Kurz nach dem Aliosman Aydin zum Abschluss kam, hatte auf der Gegenseite erneut Tarik Kurt die Vorentscheidung auf dem Fuß, doch erneut vergab der RWO-Spieler die Chance auf das 2:0.

Wie so oft im Fußball sollte sich das Auslassen klarer Chancen rächen. Nachdem RWO das Tor nicht machte, netzte dafür auf der Gegenseite Robert Nnaji zum 1:1-Ausgleich ein. Nach einer Flanke von Michael Smykacz stand Nnaji völlig frei im Strafraums der Hausherren und erzielte den Ausgleichstreffer.

Die SSVg witterte nun plötzlich die große Chance auf eine Sensation. Aliosman Aydin legte sofort den nächsten Abschluss hinterher, doch es sollte mit einem 1:1-Unentschieden in die Verlängerung gehen.

In der ersten Hälfte der Verlängerung versuchte RWO durch die gut stehende SSVg-Defensive zu kommen, doch dies sollte nicht gelingen. Auf Seiten der „Blauen“ sorgte vor allem Aliosman Aydin für ordentlich Torgefahr. Die Abwehr des Regionalligisten hatte immer wieder Probleme mit dem agilen Angreifer.

Auch in der zweiten Hälfte der Verlängerung blieben glasklare Torchancen aus. Neben einem Fernschuss von RWO-Stürmer Oubeyapwa, der sein Ziel verfehlte, hatte auch Patrick Eggersglüß pech, als sein Freistoß nur an der Latte landete. Da bis zum Ende der Verlängerung keine weiteren Treffer mehr fallen sollten, ging es mit einem 1:1-Unentschieden ins Elfmeterschießen.

Im Elfmeterschießen präsentierte sich die SSVg Velbert abgezockt und nervenstark. Pascale Talarski, Hakan Uzun, Aliosman Aydin, Massimo Mondello und Sebastian Spinrath verwandelten allesamt aus 11 Metern. Da RWO-Spieler Lorch mit seinem Elfmeter an SSVg-Keeper Sprenger scheiterte, setzte sich die SSVg Velbert insgesamt mit einem 6:5-Auswärtssieg gegen RW Oberhausen durch und steht somit in der dritten Runde des RevierSport-Niederrheinpokals.

Anzeige