SG Ratingen verliert gegen Schalksmühle

Löwen zu zahnlos in Halbzeit zwei

13. Februar 2017, 22:55 Uhr

Die Löwen fuhren eine 23:30-Niederlage ein. Die Luft im Abstiegskampf der dritten Liga hat damit spätestens am Samstagabend eine kritische Dünne erreicht.

Ratingen -

Die siebzehnte Saisonniederlage und die zeitgleichen Punktgewinne der Konkurrenz lassen die rote Laterne zu einem noch anhänglicheren Begleiter des Rudels werden, als es den Löwen lieb sein kann.

Seit Wochen haben die Dumeklemmer wieder zu Einsatzwille und Kampfgeist gefunden, doch die Belohnung für die geleistete Arbeit gaben sie regelmäßig zu leicht her. So auch am Samstagabend in Schalksmühle. Dabei ließ es sich gut an, was die SG gerade in der ersten Halbzeit auf die Platte brachte. Lars Jäckel, am Ende des Tages wohl bester Löwe, eröffnete mit seinem Treffer zum 0:1 einen erfolgreichen Jagdbeginn, welchen das Rudel zur ständigen Führung bis in die Mitte des ersten Durchgangs trieb. Lennard Maesch erzielte das 1:3 (7.), David Ferne entschärfte einen Siebenmeter und auch beim 6:7 von Dominic Kasal war das Rudel der Taktgeber in Schalksmühle.

Doch die Gastgeber katapultierten sich mit einem 4:0-Lauf in die Vorreiterrolle. Die kurze Schwächeperiode beendete erst ein verwandelter Siebenmeter Schüttes zum 10:8 (21.). Die Löwen wehrten sich nach Kräften und holten auch ein 12:9 wieder auf, kurz vor der Pausensirene setzt Simon Breuer das 13:13. Das Rudel war voll im Soll und hatte sich eine mehr als ordentliche Ausgangslage für den zweiten Durchgang geschaffen. Doch wie schon so oft in dieser Spielzeit gelang es ihm nicht, diese für sich zu nutzen.

Zu einfach konnte Schalksmühle wieder davonziehen, ein letztes Mal sah sich das Rudel beim 17:15 (37.) durch Jäckel in Schlagdistanz. Über 24:20 (51., Bartmann) und 28:21 (57.) nahm das Duell seinen unheilvollen Lauf, an dessen Ende eine schmerzliche und ernüchternde 30:23-Niederlage zu Buche steht. Der Abstand zum ersten Nichtabstiegsplatz beträgt mittlerweile acht Punkte, angesichts der noch anstehenden Aufgaben ist dies sogar noch eine aufholbare Differenz. Allerdings nur, wenn das Rudel es endlich schafft, ein weitere Energien freisetzendes Erfolgserlebnis zu erzwingen.

Aufstellung SG: Ferne, Loose - Lenz, Breuer (3), Kasal (3), Jacobs (2), Schütte (5/4), Schlierkamp, Maesch (1), Jäckel (7), Bartmann (3), Worm, Arnaud

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