Sonntag Heimspiel gegen Straelen auf Kunstrasen Am Berg

SSVg Velbert aus der Winterpause

2. Februar 2018, 13:18 Uhr

Auf dem Sportplatz Am Berg trifft Fußball-Oberligist SSVg Velbert am Sonntag auf Straelen.

SSVg-Trainer Imre Renji

SSVg-Trainer Imre Renji

Foto: Mathias Kehren
Velbert -

Die Oberliga ist zurück aus der Winterpause. Am Sonntag, 4. Februar, gastiert der Tabellenzweite aus Straelen in Velbert. Anstoß auf dem Sportplatz „Am Berg“ - die Christopeit-Arena ist gesperrt - ist um 15 Uhr.

Der Gegner

Als Tabellenzweiter reist der SV Straelen nach Velbert. Der Aufsteiger ist wohl so etwas wie Überraschungsmannschaft der Saison. Gegen Ende der Hinrunde war die Mannschaft das wohl formstärkste Team der Oberliga Niederrhein.

34 Punkte aus 17 Spielen erspielte sich Straelen bisher und stellt bei nur 18 Gegentoren die beste Abwehr der Liga. Auch ein Trainerwechsel mitten in der Saison hat die Mannschaft des SV Straelen nicht aus der Bahn geworfen. Nach dem neunten Spieltag verließ Rachid Sraizi Straelen in Richtung Fernost. Sraizi ist nun in China an einer Elite-Universität tätig und leitet dort als Direktor die Fußballabteilung.

Mit Didi Schacht konnte der SVS aber einen geeigneten Nachfolger finden, denn auch unter Schacht spielt das Team aus Straelen erfolgreichen Fußball

Intensive Winterpause und erfolgreiche Testspiele

Während die Gäste aus Straelen sich als Tabellenzweiter in die Winterpause verabschiedeten, ging es für die SSVg Velbert als Tabellensiebter in die kurze Pause. Bereits Anfang Januar bat Cheftrainer Imre Renji zur ersten Einheiten nach den Feiertagen. Musste im Sommer noch quasi eine komplett neue Mannschaft integriert werden, so konnte der Renji in der Wintervorbereitung im dem nahezu identischen Kader an gewissen Feinheiten arbeiten.

Auch die das Testspielprogramm hatte es in sich, so musste die SSVg unteranderem gegen zwei Regionalligisten testen und gegen einen Oberligisten. Testspiele gegen unterklassige Teams wurden nicht vereinbart, schließlich sollte sich die junge Mannschaft der „Blauen“ gegen starke Mannschaften messen.

Gegen die Kölner U21 gab es eine 2:3-Niederlage und gegen die U23 von Fortuna Düsseldorf konnte die SSVg sogar mit 3:2 gewinnen. Auch der 3:0-Erfolg bei der TSG Sprockhövel verdeutlicht, über welches Potenzial der Kader verfügt. Nur der letzte Test bei der DJK TuS Hordel ging verdient mit 2:3 verloren. Aber eine verpatzte Generalprobe ist ja meist ein gute Omen.

Lamidi, Zent und Abdel Hamid wieder voll dabei

In der Winterpause konnten sich auch einige angeschlagene Spieler wieder zurück kämpfen. So hinterließ zum Beispiel  Ex-Bundesligaprofi Moses Lamidi in der Vorbereitung einen positiven Eindruck. Nach dem Lamidi viele Spiele in der Hinrunde verletzungsbedingt verpasste, kann man den Ex-Profi auch als gefühlten Neuzugang betrachten.

Auch Erhan Zent gehörte zum Ende der Hinrunde wieder zum Kader und macht nach seiner überstandenen Schulterverletzung einen guten Eindruck. Positiv schreitet auch die Genesung von Noah Abdel Hamid voran. Der junge Linksverteidiger konnte in den Testspielen endlich wieder mitmischen und wird in der Rückrunde sicherlich wieder in der Oberliga mitwirken.

Kader verstärkt und Leistungsträger gebunden

Mit Pascale Talarski konnten die Verantwortlichen einen Spieler nach Velbert locken, der das Team auf Anhieb verstärken kann. Der 24-jährige stand zuletzt beim KFC Uerdingen unter Vertrag und gehörte in der vergangenen Saison zu den Aufstieghelden der Uerdinger. Allerdings rückte Talarski, wie so viele andere Spieler der Aufstiegsmannschaft, in dieser Saison ins zweite Glied beim KFC.

Neben der langfristigen Verpflichtung von Pascale Talarski (Vertrag bis 2020), konnte die SSVg auch die Verträge mit den Leistungsträgern Massimo Mondello und Maximilian Wagener bis 2020 verlängern. Auch der junge Flügelflitzer Robert Nnaji wird mindestens noch bis 2019 für die SSVg Velbert auflaufen.

Bereit für die Aufholjagd

Sechs Punkte Rückstand hat die Mannschaft von SSVg-Trainer Imre Renji auf den Aufstiegsplatz. Zwar wurde der Aufstieg in dieser Saison nicht als Ziel ausgegeben, da man mit einem runderneuerten Kader in die Saison startete, allerdings sollte man mögliche Ausrutscher der Konkurrenz ausnutzen und den ein oder anderen Platz in der Tabelle nach oben klettern.

Mit einem frischen Offensivspiel, einer dominanten und leidenschaftlichen Spielweise überzeugte das junge Team der SSVg auch schon im vergangenen Jahr. Wenn sich die „Blauen“ dafür auch mit Punkten belohnen, sollte eine kleine Aufholjagd möglich sein.

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