"Vertrauensverhältnis irreparabel beschädigt"

1. FC Wülfrath entlässt Trainer Franke

5. Juni 2017, 17:40 Uhr

Nach dem Scheitern in der Relegation hat sich der 1. FC Wülfrath von Trainer Maik Franke getrennt.

Nicht mehr Trainer des 1. FC Wülfrath: Maik Franke.

Nicht mehr Trainer des 1. FC Wülfrath: Maik Franke.

Foto: Mathias Kehren
Wülfrath -

"Nach der nun beendeten Saison haben die Verantwortlichen die Saison eingehend analysiert", heißt es in der Mitteilung, die der Sportliche Leiter Joachim Dünn am Montagnachmittag verschickt hat. Dabei ist der FCW zur der Entscheidung gekommen, die Zusammenarbeit mit Maik Franke zu beenden.

Überraschend deutlich hatte der FCW vor Pfingsten in der ersten Runde der Relegation bei Fichte Lintfort mit 0:3 verloren und musste alle Hoffnungen auf den Aufstieg in die Landesliga fahren lassen.

"Maßgebend waren mehrere Gründe, die in der Summe zur Trennung führten", heißt es in der Mitteilung. "So gab es immer wieder atmosphärische Störungen zwischen dem Trainer und vielen Spielern, insbesondere einigen Leistungsträgern."

Darüber hinaus sei es dem Trainer im Laufe des Jahres nicht gelungen, eine funktionierende Einheit aus der Mannschaft zu formen.

"Zudem ließ die Trainingsbeteiligung im Verlaufe der Saison immer stärker nach, so dass bei einigen Einheiten nur sieben bis acht Spieler anwesend waren", meldet der 1. FC Wülfrath.

Weiter schreibt der FCW: "Im Abschlusstraining vor dem Spiel in Lintfort ließ der Trainer die Mannschaft eine völlig neue Taktik trainieren, was zu Verwirrung führte, und ebenso wie die Aufstellung von einem Großteil der Spieler kritisiert wurde und mit als Grund für die ebenso unnötige wie vermeidbare Niederlage angesehen wurde.

Nachdem die Zusammenarbeit zwischen Verein und Trainer bereits Ende Januar für eine weitere Saison fixiert wurde, erstellte der Trainer im April einen neuen Forderungskatalog mit vier Punkten und drohte mit der Rücknahme seiner Zusage, wenn der nicht voll erfüllt würde. In dieser kritischen Phase der Saison sagte der Vorstand gezwungenermaßen zu, um die sportlichen Ziele der laufenden Saison nicht zu gefährden. Dabei wurde allerdings das Vertrauensverhältnis irreparabel beschädigt und später durch weitere Forderungen noch stärker belastet.

So wurde zum jetzigen Zeitpunkt die Trennung vom Trainer als alternativlos angesehen."

Die Nachfolge auf der Trainerposition werde in Kürze bekanntgegeben.

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