TBW-Handballerinnen taten sich lange schwer

Am Ende klar durchgesetzt

12. Februar 2017, 07:25 Uhr

Lange zittern mussten die Handballerinnen des TB Wülfrath, ehe der 29:19-Erfolg (13:11) gegen den Tabellenletzten HSG Solingen-Gräfrath feststand.

Traf viermal: Lisa Sippli.

Foto: Mathias Kehren (Archiv)
Wülfrath -

Das lag zum einen daran, dass die Gastgeberinnen zwar in der Deckung sicher standen, im Angriff allerdings oftmals zu hektisch agierten und ihre Angriffe zu schnell abschlossen.

Andererseits präsentieren sich die Gäste überraschend stark und besaßen in Kreisläuferin Franziska Penz, Rechtsaußen Loreen Jakobeit und Kathrin Frielingsdorf über herausragende Akteurinnen, die dem Turnerbund über weite Strecken das Leben schwer machten.

So geriet der TBW durch drei Treffer von Jakobeit zunächst mit 1:3 (6.) in Rückstand. In der Folge schien es dann jedoch, als sollte alles den erwarteten Gang gehen. Schnelle Tore nach Ballgewinnen sorgten für das 8:4 (11.), und im Publikum richtete man sich bereits auf ein Schützenfest ein.

Aber, weit gefehlt, die Achse Frielingsdorf/Penz setzte den Blau-Weißen gehörig zu, und immer wieder kam die Mitteldeckung des Spitzenreiters einen Schritt zu spät. Die Folge war eine durchaus umkämpfte Partie, und hätte nicht Sabine Nassenstein so manchen schweren Ball spektakulär abgewehrt, die Solingerinnen hätten mehr als nur den Anschlusstreffer zum 11:12 (30.) erzielen können.

Auch im zweiten Spielabschnitt blieb das Match zunächst noch auf Augenhöhe. Erst nach dem 16:15 (37.) waren es dann zunehmend die Kalkstädterinnen, die die Akzente setzen.

Die eingewechselte Alina Bloss und Kirsten Buiting sorgten für das 19:15 (40.). Von da an kam der Favorit nicht mehr in Gefahr. Nach dem 23:19 (52.) war das Schlusslicht dann mit seinen Kräften am Ende, und dem Turnerbund gelang ein Sechs-Tore Lauf zum verdienten, wenn auch am Ende zu hohem Erfolg.

"Das war sicher kein Handballleckerbissen, aber wir haben klar gewonnen und das zählt ", zeigte sich Trainer Lars Fassbender zufrieden. "Wir wollten die HSG unter 20 Gegentore halten und das ist uns gelungen. Im Angriff war allerdings noch viel Luft nach oben."

TBW: Nassenstein / Sklorz - Blume (5), Buiting (4), Buschhaus (4), Hinnerkott (4), Sippli (4), Bloss (3), Steinhausen (3), Skafar (2), Krohm, Chulina.

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