Nachbar hielt Piepsen für Rauchmelder/"Lieber einmal zu viel alarmieren"

Wecker löste Feuerwehreinsatz aus

15. Juli 2017, 16:33 Uhr

Elf kleine Einsätze hatten die ehrenamtlichen Kräfte der Feuerwehr in dieser Woche bereits hinter sich, als am Freitagmorgen um 07:27 Uhr der Piepser zum Einsatz rief, ein Feuer wurde vermutet.

Die Einsatzfahrzeuge warteten auf ihren Einsatz, der dann nicht nötig war.

Foto: Feuerwehr
Heiligenhaus -

Nach einer ohnehin schon unruhigen Woche startete die Heiligenhauser Feuerwehr mit einem kuriosen Einsatz ins Wochenende: Um kurz vor halb acht kam eine Meldung über einen Zimmerbrand an der Bahnhofstraße. Der Auslöser hierfür war jedoch kein Feuer - Menschen kamen nicht zu schaden.

Bei Eintreffen der ersten Kräfte war von außen kein Feuer und Rauch zu sehen, Personen waren nicht mehr in der Wohnung. Zur Erkundung gingen die Kräfte auch über eine Leiter auf die Terrasse im Souterrain vor und überprüften die Wohnung von außen mit einer Wärmebildkamera. "Wenn wir keinen dringenden Anlass sehen, in die Wohnung zu müssen, erkunden wir erst einmal auf allen anderen, möglichen Wegen. Es wäre nicht erklärbar und unverhältnismäßig, bei jedem Einsatz pauschal die Tür einzutreten.", erklärt Wehrleiter Ulrich Heis. "Anders sieht es natürlich aus, wenn wir von außen schon Rauch und Feuer erkennen können."

Erst nachdem der Mieter an der Einsatzstelle eintraf und die Tür öffnete fand man den Übeltäter: Im Badezimmer piepte der Radiowecker.

"Der Anrufer handelte in guter Absicht, es hätte tatsächlich brennen können.", so Heis. Solche sogenannten "blinden Alarme" werden selbstverständlich nicht in Rechnung gestellt. Nach rund 30 Minuten rückten die 22 Feuerwehrfrauen und -männer wieder ein.

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