Mit 2,1 Promille in Wülfrath unterwegs

Betrunken auf drei Rädern gefahren

16. Juni 2017, 12:51 Uhr

Nach einer Kollision mit der Leitplanke fuhr der völlig betrunkene Fahrer noch weiter - mit funkensprühender Leuchtspur.

Der totalbeschädigte Audi nach dem Unfall.

Foto: Polizei
Wülfrath -

Am Donnerstag, 15. Juni (Fronleichnam), fuhr ein 32-jähriger Mann aus Wülfrath gegen 22.45 Uhr mit einem schwarzen PKW Audi A6 Kombi die L74 in Aprath aus Richtung Wuppertal kommend in Fahrtrichtung Schlupkothen.

Nach einer leichten Linkskurve verlor er aus zunächst unbekannter Ursache die Kontrolle über sein Fahrzeug. Hinter dem Haus Aprath 1 geriet der Audi nach links von der Fahrbahn und prallte dort mit großer Wucht in die Leitplanke neben der Straße. Diese wurde dabei auf mehreren Metern erheblich beschädigt. Aber auch der schwarze Audi trug deutliche Unfallspuren davon.

"Und obwohl bei der Kollision mit der Leitplanke das linke Vorderrad des A6 komplett vom Fahrwerk gerissen wurde, setzte der 32-Jährige seine Fahrt noch mehrere hundert Meter fort, bevor das Fahrzeugwrack erst auf der Straße Koxhof (L 74) endgültig zum Stillstand kam", teilt die Polizei mit.

Der 32-jährige Unfallfahrer und ein 43-jähriger Beifahrer aus Wülfrath, die beim Unfall beide unverletzt geblieben waren, verließen den Unfallort, ohne die Polizei zu rufen.

Zeugen, denen der Audi noch fahrend, aber mit Funken fliegender Leuchtspur entgegenkam, und Anwohner, die vom lauten Unfallgeräusch aufmerksam wurden, alarmierten die Polizei.

Diese konnte die beiden Fahrzeugbenutzer nur wenig später an der nahen Halteradresse des sichergestellten Audis antreffen und überprüfen. Dabei stellte sich heraus, dass beide Männer deutlich unter Alkoholeinfluss standen. Ein Alkoholtest beim 32-jährigen Fahrer ergab einen Wert von mehr als 2,1 Promille (1,08 mg/l).

Die Wülfrather Polizei leitete gegen ihn ein Strafverfahren wegen Trunkenheitsfahrt, Verkehrsgefährdung und Verkehrsunfallflucht ein. Zur Beweisführung wurde die ärztliche Entnahme einer Blutprobe angeordnet und durchgeführt.

Daneben stellten die Beamten den polnischen Führerschein des Beschuldigten sicher und untersagtem ihm bis auf weiteres jedes Führen führerscheinpflichtiger Kraftfahrzeuge im öffentlichen Straßenverkehr.

Die städtischen Betriebe Wülfrath wurden informiert und reinigten die stark von Erdreich und Fahrzeugtrümmern des Audis verunreinigte Fahrbahn. Der entstandene Gesamtsachschaden am totalbeschädigten PKW Audi A6 und der teilweise zerstörten Leitplanke beziffert sich nach ersten polizeilichen Schätzungen auf mindestens 8.000 Euro.

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