Rotlicht und Gegenverkehr übersehen

Schwerer Verkehrsunfall in der Kreuzung

11. April 2017, 18:36 Uhr

Am Montag ereignete sich ein schwerer Unfall auf der Reichswaldallee mit zwei Leichtverletzten und einem Sachschaden von mindestens 23.000 Euro.

Foto: Polizei
Ratingen -

Am frühen Montagabend befuhr gegen 17.10 Uhr eine 69-jährige Frau aus Kaarst mit einem BMW Mini den Europaring in Ratingen-Mitte, aus Richtung Innenstadt kommend, in Fahrtrichtung Düsseldorf.

Nachdem sie zunächst noch vor der Kreuzung Düsseldorfer Straße auf der Linksabbiegerspur in Richtung Reichswaldallee bei Rotlicht gestoppt hatte, fuhr sie dann dennoch bei Rotlicht ihrer Fahrtrichtung in die Kreuzung ein, um nach links abzubiegen.

"Nach Angaben unbeteiligter Zeugen hatte zu diesem Zeitpunkt nur die Ampel für den Geradeausverkehr auf Grünlicht gewechselt, was von der 69-Jährigen wahrscheinlich falsch gedeutet wurde", wie die Polizei berichtet. Geblendet durch die tief stehende Sonne übersah sie zudem den aus Richtung Flughafen kommenden Gegenverkehr, der bei Grünlicht in Richtung Europaring fuhr.

So kam es zur schweren Kollision mit dem Mercedes S-Klasse eines 61-jährigen Mannes aus Wuppertal, der dem abbiegenden Mini als viertes oder fünftes Fahrzeug aus Richtung Volkardeyer Straße entgegenkam und nicht mehr ausweichen konnte. Beide Fahrzeuge prallten im Kreuzungsbereich nahezu frontal aufeinander. Der BMW wurde danach noch auf die Gleisanlage der Straßenbahn geschleudert, bevor auch er endgültig zum Stillstand kam.

Geschützt durch Sicherheitsgurte und Airbags wurden beide Fahrer beim Unfall nur leicht verletzt. Während die Unfallverursacherin mit einem Rettungswagen in ein örtliches Krankenhaus gebracht und dort ambulant behandelt wurde, lehnte der Mercedes-Fahrer eine sofortige ärztliche Versorgung ab.

An den beiden schwer beschädigten und nicht mehr fahrbereiten Unfallfahrzeugen entstand ein geschätzter Gesamtsachschaden von mindestens 23.000 Euro. 

Für die Dauer der Rettungs-, Bergungs-, Unfallaufnahme- und Aufräumarbeiten wurde die Unfallstelle zeitweise gesperrt. Die Polizei regelte den Verkehr, dennoch kam es zu nicht vermeidbaren Verkehrsstörungen im Berufsverkehr.

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