UVB: "Gesamtschule kann Probleme der Schüler nicht lösen"

"Schullandschaft muss neu gestaltet werden"

24. März 2014, 12:15 Uhr

"Nach dem Bürgerentscheid kann es wieder zu Versachlichung kommen. Es ist nun klar, die Heinrich-Kölver-Schule bleibt sicher noch ein Jahr. Dabei ist, so glaube ich, nicht allen klar, dass der neu zu wählende Rat nur einen 'Aufschub' hat", so Frank Benesch, sachkundiger Bürger der UVB.

Velbert -

"Es wird ganz deutlich, dass der neue Rat Grundschulen schließen muss und dass die Schullandschaft neu gestaltet werden muss. Allen, die jetzt sofort nach der Gesamtschule rufen, sei gesagt, so einfach wird es nicht werden. Es sei mir nur mal erlaubt darauf hinzuweisen, dass ein großer Teil der Probleme, die Schüler haben, gar nicht von dieser Schulform bewältigt wird.

So bekommen die meisten Schüler der Grundschule eine 'Hauptschul-Empfehlung'. Dass die anderen Sekundarstufe-I-Schulen sie dann aufnehmen, ist nur den geringen Schülerzahlen geschuldet. Die Hauptschule in Velbert hat, wie es gefordert wurde, die Inklusion schon eingeführt. Außerdem trägt sie die Aufgabe, die meisten Schüler mit Migrationshintergrund und teilweise noch ohne Deutschkenntnisse zu beschulen. Die neueste Klasse ist eine Klasse, in der Schüler, die bis dahin noch keinen Schulabschluss haben, dorthin gebracht werden. Es sind Schüler auch aus anderen Städten.

All diese Klassen und Aufgaben sollten von einer neu zu installierenden Schule übernommen werden. Die oft kritisierte Hauptschule bewältigt diese Aufgaben seit Jahren, ohne dafür Anerkennung oder Hilfe zu erhalten! Eine Gesamtschule, wie sie in ihrer Konzeption gedacht ist, wird auch an diesen Problemen scheitern. Im Moment kann JEDE Schulform, die in der Sekundarstufe I arbeitet, die schwachen Schüler der Schule verweisen.

Auffangen muss sie die Hauptschule. Sie ist die einzige Schulform, die keine Schüler abweisen darf. So ist eine neu zu installierende Schulform mit diesen gestellten Aufgaben zu betrauen. Es ist jedem, der sich damit beschäftigt, als Aufgabe gestellt, sich mit dem 'Gesamtpaket' zu beschäftigen.  Nach dem die Hauptschule wie geplant auslaufen wird, müssen die anderen Schulen diese Schüler beschulen!"

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