"KidS"-Projekt der Architektenkammer NRW an der Gesamtschule Velbert

Schüler gestalten ihre Pausenhalle selbst

12. März 2018, 12:48 Uhr

Eine schöne, helle Pausenhalle mit verschiedenen Aufenthaltszonen zum Schularbeiten machen, sitzen und ausruhen ist das Ergebnis eines Gemeinschaftsprojekts, das Schüler der Gesamtschule Velbert mit fachlicher Unterstützung der Architektenkammer NRW jetzt abgeschlossen haben.

Die Gestaltung ihrer neuen Pausenhalle haben die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Velbert selbst in die Hand genommen.

Foto: Mathias Kehren
Velbert -

"Unsere Pausenhalle soll schöner werden!“ – Mit diesem Ziel haben Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Velbert in den zurückliegenden zwei Jahren Ideen entwickelt, um die Aufenthaltsqualität ihrer Pausenhalle zu steigern. Im Rahmen eines „Kammer in der Schule" (KidS) - Projektes der Architektenkammer NRW (AKNW) konnten die Jugendlichen ihre Konzeptideen unter Anleitung einer Architektin in konkrete Planungen überführen und diese auch umsetzen.

Die ersten Initiativen zu dem konkreten Projekt gab es im Jahr 2015. Eine Architektur-AG aus Schülerinnen und Schülern der neunten bis elften Klassen erarbeitete unter Anleitung der Düsseldorfer Architektin Katrin Wollenweber Ideen zur Umgestaltung der Pausenhalle.

Die Stadt Velbert als Schulträger plante zeitgleich Arbeiten zur Sanierung von Boden, Wänden und Fassade der Pausenhalle. Als die Sanierungsarbeiten in der Pausenhalle fertig waren, machte sich ein Technik-Kurs der 9. Klasse an die konkrete Umsetzung der Ideen aus der Architektur-AG.

Die Jugendlichen arbeiteten die Entwürfe gemeinsam mit der Architektin und ihrem Kurs-Lehrer Stefan Kandula bis zur Umsetzungsreife aus. Katrin Wollenweber: „Es ging darum, den Raum zu zonieren. Wir haben uns also damit beschäftigt, mit welchen Mitteln das möglich ist.“ Erarbeitet wurden eine moderne, ansprechende Farbgestaltung für Boden und Wände, ein Beleuchtungskonzept für die Decke und eine Möblierung für Lern- und Ruhezonen

Die Schülerinnen und Schüler planten nicht nur, sie zeigten auch viel Engagement bei der konkreten Umsetzung: So brachten ein Sponsorenlauf und ein weiterer Spendenaufruf 17.000 Euro für die Realisierung ein. Die Technik-AG der Schule wirkte außerdem handfest mit, als ein Unternehmen den neuen Bodenbelag in der Pausenhalle aufbrachte, und fertigte mit Unterstützung eines Schüler-Vaters ein Sitzpodest an.

„Die Gestaltung unserer Umwelt mit Gebäuden und Häusern, mit Parks und Gärten, mit Plätzen und Schulen macht Freude. Und zwar allen Menschen. Nicht nur den Architekten und Stadtplanern“, erklärte Ernst Uhing, Präsident der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen (AKNW). Damit die Themen Wohnen, Architektur und Städtebau in den deutschen Schulen eine größere Rolle spielen, rief die AKNW vor 20 Jahren die Veranstaltungsreihe „KidS - Kammer in der Schule“ ins Leben.

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