Befreiungsarbeiten dauerten über eine Stunde

Säugling steckt mit Finger im Spielzeug fest

6. Dezember 2017, 12:55 Uhr

Die hauptamtliche Wache und der Löschzug Alt-Erkrath wurden am Dienstagabend um 21:25 Uhr mit dem Alarmstichwort "Person eingeklemmt" zur Neanderstraße in Alt-Erkrath alarmiert.

Viele verschiedene Werkzeuge kamen zum Einsatz.

Foto: Feuerwehr
Erkrath -

 Auf der Anfahrt informierte die Leitstelle den Führungsdienst, dass ein Säugling mit der Hand in einem Spielzeug festklemmen würde. Vor Ort wurde der Einsatzleiter von der Tante des Säuglings schon vor dem Haus informiert, dass das Kind einen sogenannten Fidget-Spinner über dem Daumen hätte und dieser nicht mehr abzubekommen wäre.

Das kleine Mädchen hatte das bei Kindern sehr beliebte, sich zwischen zwei Fingern drehende Spielzeug über den Daumen der rechten Hand geschoben. Da in einer Plastikfassung ein massiver gehärteter Stahlring eingelassen war, wurde zuerst mit einem Seitenschneider die Plastikeinfassung durch die Feuerwehr getrennt, aber der Daumen saß immer noch fest im Metallring.

Da weder verschiedene Schmiermittel noch das Kühlen des bereits geschwollenen Daumens zum Erfolg führten, wurde zunächst versucht, mit einer Modellbaufräse den Stahlring zu trennen. Zeitgleich wurde bei einem benachbarten Schreiner eine oszillierende Säge geholt. Mit beiden Werkzeugen gelang es den Einsatzkräften aber nicht, das Kind zu befreien.

Im Verlauf des Einsatzes wurden verschiedene Werkzeuge von der Feuerwache und aus einem Dachdeckerbetrieb geholt und durch aufwändiges Sägen mit einem Metallsägeblatt konnte das Kind nach etwas mehr als einer Stunde von seinem Daumenring befreit werden.

Die Eltern bedankten sich überschwänglich bei der Feuerwehr. Die Notärztin konnte keine Verletzung bei dem Kind feststellen. Auch dieser Einsatz zeigt wieder einmal, dass das feuerwehrübliche Sprichwort "Gibt's nicht - gibt's nicht" weiterhin seine Gültigkeit hat. "Selbst die ältesten Feuerwehrleute mit vierzig Jahren Diensterfahrung haben einen solchen Einsatz noch nicht erlebt", berichtet die Feuerwehr.

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