Chefärztin Dr. Müller stellt sich niedergelassenen Kollegen vor

Neuer Kreißsaal im Ev. Krankenhaus Mettmann

19. Mai 2017, 13:55 Uhr

Am Mittwoch stellte sich Dr. Ulrike Müller, seit 1. Mai neue Chefärztin am Ev. Krankenhaus Mettmann, den niedergelassenen Kollegen aus Mettmann und der Umgebung vor.

Dr. Ulrike Müller, neue Chefärztin der Gynäkologie und Frauenheilkunde am EVK (vorne links) mit einem teil ihres Teams im neu gestalteten Kreißsaal.

Foto: Sabine Drasnin
Mettmann  -

Anschließend zeigten sie und ihr Team aus Hebammen, Schwestern und Ärztinnen den Gästen den neu gestalteten Kreißsaaltrakt.

Dr. Müller stellte den niedergelassenen Gynäkologen ihren Werdegang und ihre für Mettmann geplanten Schwerpunkte vor. Danach strebt sie einen hebammengeleiteten Kreißssal sowie die Auszeichnung als „Babyfriendly“ an.

Nach der notwendigen Schulung ihres Teams soll das EVK mittelfristig die vaginale Beckenendlage-Geburt nach umfangreicher vorheriger Prüfung („Triage-geleitet“) ermöglichen. „Die Kaiserschnittrate ist meines Erachtens unnötig hoch“, so Dr. Müller, „neben umfangreicher Beratung der werdenden Eltern kann dieses Angebot die zahl der Kaiserschnitte, die nicht medizinisch begründet sind, verringern.“

Auch die Dysplasieuntersuchung und -beratung wird einen guten Teil ihrer künftigen Arbeit am EVK ausmachen.

Der neu gestaltete Kreißsaaltrakt ist in freundlichen Farben gehalten; weiß gibt es so gut wie gar nicht. Abgerundete Übergänge zwischen den Bodenbelägen und große, runde Lampen mit zahlreichen Farbkombinationen sollen für eine angenehme Atmosphäre sorgen. Die Technik ist auf dem neuesten Stand, aber auf den ersten Blick nicht sichtbar. 

„Ich freue mich, mit meinem hochmotivierten und sehr kompetenten Team für Familien und besonders Frauen hier in Mettmann tätig zu werden“, sagt Dr. Müller. 

Bernd Huckels, Geschäftsführer des Mettmanner Krankenhauses, wies darauf hin, dass die Planung des erneuerten Kreißsaaltraktes noch mit Dr. Clemens Stock erfolgte, der jetzt zu einem Brustzentrum gewechselt hat (der Super Tipp berichtete). Huckels zeigte sich zuversichtlich, dass auch unter Dr. Müller die Zahl der Geburten am Ev. Krankenhaus weiter gesteigert werden kann. 

Die Architektin Kerstin Gierse nahm ebenfalls an der Besichtigung des Kreißsaaltraktes teil und erläuterte, dass heute die Medizintechnik möglichst wenig zu sehen sein solle, anders als früher. Die freundlichen Wandfarben, die deckenhohen Fotografien aus dem Neandertal, die runden Formen und das individuell einstellbare Licht sollen zum Wohlbefinden der Gebärenden beitragen. 

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