Schließung der Sparkassenfiliale/Konzept für Schloss Hardenberg

Martin Sträßer in Neviges

11. Juli 2018, 11:26 Uhr

Letzten Donnerstag bot der Landtagsabgeordnete Martin Sträßer in der Nevigeser CDU-Geschäftsstelle eine Bürgersprechstunde an. Zwei Themen von großer Bedeutung wurden diesmal an ihn herangetragen: die beabsichtigte Schließung der Sparkassenfiliale in Tönisheide, sowie das Zukunftskonzept für das Schloss Hardenberg.

Velbert -

Die örtliche Sparkasse plant, den Standort in Tönisheide aufzugeben und zu einer Selbstbedienungsfiliale umzufunktionieren. Heinz Giegold kritisierte dieses Vorhaben. Er wisse gerade von vielen älteren Sparkassenkunden, denen die moderne Technik Schwierigkeiten bereite, die deshalb die persönliche Beratung und Betreuung vor Ort schätzen. Für viele sei der Weg in die nächste Filiale einfach zu weit oder mit viel Aufwand verbunden.

Sträßer: „Ich habe durchaus Verständnis für diese Kundensicht. Die Sparkasse als örtliche Institution lebt ja gerade von der Kundennähe.“ Dass die Sparkasse eine Filialschließung erwäge, zeige aber zugleich, dass die Kundenfrequenz nicht mehr den hohen personellen und finanziellen Aufwand rechtfertige. „Und die Kosten geringzuhalten, ist ja durchaus auch eine Aufgabe der Sparkasse und liegt auch im Interesse der Kunden, der möglichst geringe Kontogebühren zahlen möchte.“ Den Zielkonflikt konnte auch Sträßer nicht lösen, schlug aber vor zu prüfen, ob vielleicht ein Sparkassenbus, der zu regelmäßigen Terminen vor Ort seine Dienste anbieten könnte, eine mobile Lösung sein könnte, die beiden Anliegen gerecht wird. Er sagte zu, das Thema an die Sparkasse weiterzuleiten: „Vielleicht kann sich das Aufsichtsgremien damit befassen.“

Sträßer konnte auch den neuen Vorsitzenden des Fördervereins Schloss Hardenberg, Herwart Brill, begrüßen. Brill war erst Anfang Juni als Nachfolger des langjährigen Vorsitzenden Dr. Peter Egen gewählt worden. Gegenstand des Gesprächs waren die aktuellen Bemühungen um ein neues Nutzungskonzept des Schlosses sowie die finanzielle Unterstützung von Bund und Land. Sträßer: „Das Schloss Hardenberg ist neben der Wallfahrtskirche das weit über Neviges ausstrahlende Bauwerk. Für die Attraktivität und Entwicklung des Ortsteils sind beide unverzichtbar und bieten unglaublich viel Potenzial. Deshalb brauchen wir bald ein zukunftsfähiges Nutzungskonzept, das sowohl vor Ort auf breite Akzeptanz stößt als auch den Einsatz der zugesagten Fördermittel ermöglicht. Gerne will ich mich auch Landesebene um weitere Unterstützung bemühen.“ Brill und Sträßer vereinbarten deshalb, in engem Kontakt zu bleiben und weitere Gespräche zu führen.

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