Neue Broschüre des Geschichtsvereins erschienen

Heiligenhaus im Wandel

9. November 2017, 16:48 Uhr

Mit dem Wandel in Heiligenhaus beschäftigt sich der Geschichtsverein in seiner neuen Broschüre Nummer 17 aus der Reihe „Cis Hilinciweg“.

Die Heiligenhauser Geschichte liegt ihnen am Herzen. Was die Autoren des Heiligenhauser Geschichtsvereins recherchiert haben, ist in ihrer neuen Broschüre nachzulesen.

Foto: Mathias Kehren
Heiligenhaus -

Während der Titel „Cis Hilinciweg“ lediglich an eine historische Urkundeneintragung erinnere, stelle der Untertitel viel mehr dar, was Leserinnen und Leser in der neuen Broschüre erwarten können, so Rolf Watty, zweiter Vorsitzender des Geschichtsvereins. Und der lautet Geschichte, Geschichten und Gedichte über Heiligenhaus.

Ein Gedicht macht den Anfang in der neuen Broschüre. Verfasst hat es A. Overhamm, der vor 70 Jahren Stadtdirektor von Heiligenhaus war. In bestem Heljenser Platt geschrieben, ist es für sich gesehen schon wertvoll, meint Watty. Darüberhinaus kommen Firmen darin vor, an denen der Wandel gut zu erkennen ist, weil sie damals stadtbildprägend waren und kürzlich erst verschwunden sind.

Darunter die Firma Hitzbleck, deren letzte Gebäude gerade an der Westfalenstraße abgerissen werden und der sich der Autor Wolfgang Schwenkel in einem eigenen Artikel in der neuen Broschüre widmet.

Ebenfalls intensiv betrachtet wird die Geschichte der Firma Dörrenhaus. Von der Entstehung der Schlossfabrik bis zu ihrem Verschwinden hat Ruth Ortlinghaus Fakten in ihrem Beitrag zusammengetragen.

In weiteren Kapiteln widmet sich Peter Ihle dem ursprünglich rein männlichen „MGV Frohsinn“ und der Wandlung des „ältesten Vereins in Heiligenhaus“ zur „Vokale Holding Frohsinn“, von der sich die Akteure heute eine lange und erfolgreiche Zukunft versprechen.

Hartmut Nolte hat Nachforschungen zu dem Wohnhaus im Ortsteil Hofermühle angestellt, welches in seiner Gebäudegröße und -form eher in eine Innenstadt passen würde. Die Hintergründe, warum es dennoch so abseits steht, hat der Stadtarchivar in einem Artikel zusammengefasst.

Die Autoren Friedrich-Wilhelm Troost und Rolf Watty sind den Auswirkungen einer Klimakatastrophe nachgegangen, die im Jahr 1816 für Missernten und in deren Folge für Hungersnöte gesorgt hat. Damals konnte noch niemand die Zusammenhänge erkennen, heute weiß man, dass ein Vulkanausbruch auf der anderen Seite der Erde die Ursache für die Wetterkapriolen war.

Schließlich sind auch die Ergebnisse einer geophysikalischen Bodenuntersuchung in der Broschüre aufgeführt. Diese hatte zum Ziel Standort und Struktur von Schloss Hetterscheidt näher zu erkunden, welches in der Abtsküche vermutet wird.

Die neue Broschüre ist für 5 Euro am Stand des Geschichtsvereins auf dem Heiligenhauser Martinsmarkt, 12. November, zu bekommen. Außerdem im Museum Abtsküche, bei der Kreissparkasse in Heiligenhaus, bei Witte Schreibwaren, im Secondhand-Laden des SKFM und im Bürgerbüro am Rathaus.

Der Geschichtsverein gibt alle zwei Jahre ein neues Heft heraus. Für die kommende Ausgabe plant Rolf Watty die Nachkriegsgeschichte mit Zeitzeugen aufzuarbeiten.

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