Scheitern der Sekundarschule

FDP weiterhin für Umsetzung des Elternwillens

14. Februar 2014, 20:44 Uhr

"Nach den Rückmeldungen der letzten Monate und der geringen Teilnahme von Eltern an der Informationsveranstaltung zur Sekundarschule verwundert mich das Ergebnis der Anmeldezahlen nicht", so der stellvertretende Ortsvorsitzende Thorsten Hilgers, der auch die Reserveliste seiner Partei zur anstehenden Kommunalwahl anführt.

Velbert -

"Erschreckend ist aber das Ergebnis der Schulpolitik in Velbert der letzten Jahre insgesamt", so Hilgers weiter. "Seit vielen Jahren ignorieren verschiedenste Ratsmehrheiten den Elternwillen in Bezug auf die Errichtung einer weiteren Gesamtschule in Velbert. Zuletzt im Jahre 2011. Hier waren die Weichen schon auf eine zweite städtische Gesamtschule in Velbert-Neviges gestellt, als in letzter Minute eine knappe Ratsmehrheit doch gegen die Gesamtschule stimmte.

Schon damals hat die FDP Velbert den Elternwillen in Sachen Schulwahl sehr ernst genommen und sich der Bewegung für eine weitere Gesamtschule angeschlossen und sie aktiv unterstützt. Diesen Faden möchte die FDP Velbert nun wieder aufnehmen und sich für eine Schulpolitik in Velbert einsetzen, die nicht ideologisch oder aus Düsseldorf gesteuert ist, sondern sich eindeutig an dem Willen der Eltern orientiert. 

Diesen Elternwillen sieht die FDP zum einen bei den Gymnasien, die in ihrer Arbeit gestärkt werden müssen, und bei der Gesamtschule. Den Trend in den letzten Jahren zu missachten, hat sicherlich zur Unruhe in der Velberter Schulpolitik beigetragen."

Die geringen Anmeldezahlen für die Sekundarschule bedeuten für die FDP aber keineswegs, dass damit die Heinrich-Kölver Schule auf Dauer eine Zukunft hat. Zu Beginn der nächsten Ratsperiode müssen nach Meinung der FDP alle Möglichkeiten für eine zukünftige Schulpolitik in Velbert durchgespielt und die Szenarien emotionslos und ergebnisoffen diskutiert werden.

"Erst dann wird man sehen können, welche Entscheidungen insgesamt notwendig sind, um Velbert als attraktiven Schulstandort zu positionieren", so Thorsten Hilgers. "Auf jeden Fall müssen wir sehr viel genauer nachfragen, was Eltern für ihre Kinder als beste Alternative ansehen."

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