Feuer am Mittwoch in einer Dachgeschosswohnung

Brandopfer in Velbert erleidet schwere Verletzungen

10. August 2017, 09:10 Uhr

Beim Versuch, ein Feuer in seiner Wohnung zu löschen, hat ein 36-Jähriger am Mittwoch schwere Brandverletzungen erlitten.

Einsatz mit Drehleiter am Mittwochabend auf der Schlossstraße in Velbert-Mitte

Einsatz mit Drehleiter am Mittwochabend auf der Schlossstraße in Velbert-Mitte

Foto: Feuerwehr Velbert
Velbert -

Gegen 21.23 Uhr gingen gleich mehrere Notrufe bei der Feuerwehr ein, die den Wohnungsbrand in der Schlossstraße meldeten. Die Feuerwehr rückte daraufhin mit der hauptberuflichen Wache, den beiden ehrenamtlichen Löschzügen sowie einem Rettungswagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug aus. Die ersten Kräfte trafen fünf Minuten nach dem ersten Notruf an der Einsatzstelle ein.

Aus einer Dachgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses drang dichter Rauch. Da unklar war, ob sich noch Menschen in der Wohnung befanden, ging die Feuerwehr unter Atemschutz mit dem ersten C-Rohr durch das Treppenhaus nach oben.

Vor der Wohnungstüre fand der Einsatztrupp einen rußgeschwärzten und stark blutenden Mann. Der 36-Jährige gab sich als Wohnungsmieter zu erkennen.

Die Einsatzkräfte brachten den Verletzten ins Freie. Der Rettungsdienst übernahm die Behandlung mit dem Ziel, die Transportfähigkeit des Mannes herzustellen. Ein weiterer Rettungswagen wurde angefordert.

Parallel war ein zweiter Rettungsweg über die Drehleiter vorbereitet worden. Weitere Menschen waren aber nicht in der Wohnung.

Das Feuer war anschließend schnell unter Kontrolle gelöscht, berichtet die Wehr. Dabei kontrollierten die Einsatzkräfte insbesondere die Küche mit Hilfe der Wärmebildkamera nach Brandnestern. Vor Übergabe der Einsatzstelle an die Polizei setzte die Feuerwehr noch Lüfter ein, um den Treppenraum und die Brandwohnung rauchfrei zu bekommen.

Erste Erkenntnisse lassen darauf schließen, dass der Mieter eigene Löschversuche unternahm, bei denen er sich ein Inhalationstrauma, schwere Verbrennungen und erhebliche Schnittverletzungen zuzog.

Das Opfer hat schwere, aber keine lebengefährlichen Brandverletzungen erlitten, berichtet die Polizei am Donnerstagnachmittag. Der Mann wird in einer Bochumer Spezialklinik behandelt.

Nach aktuellem Ermittlungsstand enstand das Feuer in der Küche vermutlich durch "fahrlässigen Umgang mit einem mobilen Kochgerät ", so die Polizei. Nach Angaben des ermittelnden Beamten könne jedoch auch ein technischer Defekt am Gerät nicht ganz ausgeschlossen werden.

Durch das Feuer, insbesondere auch durch die Rauch- und Rußentwicklung, entstand ein Sachschaden von rund 10.000 Euro.

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