Zur Entwicklung der Schullandschaft in Velbert

"Auf die Zukunft ausgerichtet"

3. Februar 2014, 16:14 Uhr

Der Vorsitzenden des Ausschusses für Schule und Bildung, Ralf Wilke, und sein Stellvertreter Torsten Cleve, haben folgende Pressemitteilung zur Schulentwicklung in Velbert herausgebracht:

Heinrich-Kölver-Realschule

Foto: Mathias Kehren
Velbert -

"Nach Beschluss des Stadtrates soll im kommenden Schuljahr 2014/15 im Ortsteil Neviges eine Sekundarschule errichtet werden. Die Befragung der Eltern aller Dritt- und Viertklässler hat ein hohes Interesse an dieser Schulform erkennen lassen. Sie wird im Gebäude der jetzt auslaufenden Hauptschule Hardenberg ihre Arbeit aufnehmen. Die Klassen 8 bis 10 sollen dann später im Gebäude der Heinrich-Kölver-Schule unterrichtet werden.

Voraussetzung für den Start der Schule ist eine ausreichende Zahl von mindestens 75 angemeldeten Kindern. Von Montag, 10. Februar, bis Mittwoch, 12. Februar, können Schülerinnen und Schüler angemeldet werden.

Gegen die Gründung der Sekundarschule, vor allem aber gegen die damit notwendig werdende Auflösung der Heinrich-Kölver-Schule (HKS) als reine Realschule, richtet sich ein Bürgerentscheid, über den am 16. März abgestimmt wird. Die HKS soll auslaufend aufgelöst werden: Jeder, der jetzt dort zur Schule geht, bleibt bis zum Abschluss Schüler der HKS, sie nimmt aber keine neuen Jahrgänge mehr auf. Dies ist notwendig, weil die Entwicklung der Schülerzahlen für die nächsten Jahre zeigt, dass nur eine große Schule in Neviges existieren kann. Eine spezialisierte Realschule als alleinige weiterführende Schule wird langfristig wegen der Entwicklung der Schülerzahlen nicht bestehen können.

Die Sekundarschule kann die bisherige Hauptschule und die Realschule nicht nur ersetzen und ein breites Angebot an möglichen Schulabschlüssen bieten, sie wird zusätzliche pädagogische Möglichkeiten eröffnen. Als Ganztagsschule mit entsprechender besserer Lehrerversorgung ist mehr Zeit für individuelle Förderung gegeben. Die Sekundarschulen bekommen dazu zusätzlich mehr Lehrkräfte, um auch Anforderungen des Gymnasiums in den Unterricht aufnehmen zu können. Die Klassengröße ist auf durchschnittlich 25 Kinder festgesetzt (an der Realschule z.B. 28). All dies schafft Voraussetzungen für eine schülergerechte Mischung aus Fördern und Fordern.

An der Erarbeitung des Konzepts waren Kolleginnen und Kollegen der Realschule HKS, der Hauptschule Hardenberg und des Gymnasiums Langenberg  beteiligt. Gerade die Leitung der HKS hat wesentlichen Einfluss auf die Struktur der neuen Schule genommen. So legen die Realschul-Lehrer Wert auf eine Aufteilung nach Klasse sieben: Eine Grundebene und eine Erweiterungsebene mit hoher gegenseitiger Durchlässigkeit schaffen ein differenziertes Angebot. Das Konzept der Schule kann auf der Web-Seite: www.velbert.de  oder der  Web-Seite www.sekundarschule-velbert-neviges.de eingesehen werden.

Übrigens werden die Kollegien der Hardenbergschule und der HKS den Grundstock für die Lehrerschaft der Sekundarschule bilden. Beide Schulen, besonders die HKS, wirken in der neuen Schule also weiter und können die guten Erfahrungen der Vergangenheit unter dann besseren Randbedingungen nutzen und Neues bewirken. Kurz gesagt ist die Sekundarschule eine Fortführung von Hardenbergschule und HKS unter neuem Namen mit besseren Möglichkeiten. Sie ist ein auf Zukunft ausgerichtetes und angepasstes Angebot für Neviges und Langenberg. Wenn jemand aus Velbert-Mitte den weiten Weg nicht scheut, wird aber auch er oder sie herzlich willkommen sein."

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