Landrat und Kämmerer legen die Zahlen für 2019 vor

325 Millionen Euro für Soziales

12. Oktober 2018, 11:05 Uhr

Landrat Thomas Hendele und Kämmerer Martin M. Richter haben im Kreistag am Donnerstag den Entwurf des Kreishaushalts für das Jahr 2019 eingebracht.

Das Kreishaus in Mettmann

Das Kreishaus in Mettmann

Foto: Hans-Joachim Kling
Kreis Mettmann -

Dabei steigen die Aufwendungen im kommenden Jahr über Marke von 600 Millionen Euro (611,6 Mio.). Mehr als die Hälfte sind Sozialausgaben. Direkt oder indirekt gibt der Kreis netto 325,9 Millionen Euro dafür aus, um Behinderte, ältere bedürftige Menschen, Arbeitslose und Pflegebedürftige zu unterstützen.

Im Vergleich dazu sehen andere Ausgaben klein aus: 9,9 Millionen für den Schulbereich, 2,6 Millionen im Gesundheitswesen, eine Million für die Natur- und Landschaftspflege. 500.000 Euro gehen an die Stiftung Neanderthal-Musem, je 400.00 Euro fließen in die Wirtschaftsförderung und den Tourismus. (Alle Zahlen netto, ohne Personalkosten)

Die Personalkosten machen beim Kreis 88,2 Millionen Euro aus. 11,2 Millionen zahlt er für die Unterhaltung von Verwaltungsgebäuden, Schulen, Grünflächen und Straßen. 8,4 Millionen kostet den Kreis die IT-Technologie.

385,4 Millionen Euro müssen die zehn kreisangehörigen Städte im kommenden Jahr aufbringen, um die Arbeit des Kreises zu finanzieren. Die Aufteilung unter den Städten ist dabei aufgrund der Steuerkraft völlig unterschiedlich: Monheim zum Beispiel muss 151 Millionen Euro zahlen, bei Wülfrath sind es noch 8,5 Millionen Euro.

Zur Berechnung werden die Steuerkraft und die Schlüsselzuweisungen der zehn Städte addiert. Das ergibt eine Grundlage von 1,3 Milliarden Euro. „Die mit Abstand höchste Umlagegrundlage aller Kreise in Nordrhein-Westfalen“, berichtet der Kreis. Dennoch unternehme er „weiterhin deutliche Konsolidierungsbemühungen“, so Landrat Hendele und Kämmerer Richter, um die Städte „nachhaltig zu entlasten“.

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