Vorstellung in der Wülfrather Stadtkirche

"Glaubenstücher" aus Niederberg

14. Mai 2018, 10:48 Uhr

Der Kirchenkreis Niederberg feierte an Himmelfahrt mit der Wülfrather Kirchengemeinde in der Stadtkirche in Wülfrath einen besonderen Gottesdienst: Die „Niederberger Glaubenstücher“ wurden vorgestellt.

Das Niederberger Glaubenstuch

Auf den beiden großen Glaubenstüchern sind 220 Bilder und Texte dargestellt.

Foto: Frank Wessel
Wülfrath -

Aus diesem Anlass kam Präses Manfred Rekowski und hielt die Predigt zum Thema Glauben über Matthäus 14,22-33 vor ca. 150 Gottesdienstbesuchern. Er fasste seine Gedanken zu Glauben und Wundern mit den Worten aus einem Training zusammen: "Warum den nicht? Kann doch sein!"

Auf den beiden großen Glaubenstüchern sind 220 Bilder und ebenso viele Texte dargestellt. So viele Menschen aus dem Kirchenkreis haben sich im letzten Jahr auf dieses Projekt eingelassen und ihre Ideen zum Glauben zu Papier gebracht.

Ausgangspunkt war eine fast leere Postkarte. Vorgegeben waren nur die beiden Worte „Ich glaube...“. Die Teilnehmenden gestalteten ein Bild und ergänzten den Satzanfang. Daraus entstand eine große Vielfalt von Bildern und Texten zum Thema „Glauben“.

Alle Motive sind nun etwas vergrößert und auf 3 mal 2,50 Meter große Tücher übertragen worden. Entstanden ist ein ausdrucksstarkes Kunstwerk und zugleich eine anregende Lektüre über den Glauben.

Diese Kunstaktion fand im Rahmen der Aktivitäten zum Jubiläum der Reformation statt und wurde vom Offenen Atelier der Bergischen Diakonie angeregt und künstlerisch begleitet.

Deshalb stellte das Team des Offenen Ateliers die Idee und die Umsetzung im Gottesdienst vor: "In vielen Kirchengemeinden fanden Workshops statt, die zu dem großartigen Ergebnis geführt haben." Mit viel Mühe und Arbeit haben die Kunstpädagoginnen im Anschluss die kleinen Werke auf die großen Stoffbahnen übertragen. Die werden in der kommenden Zeit in vielen Gemeinden zu sehen sein.

Präses Rekowski in seiner Predigt: "Was glaube ich? An wen glaube ich? Hier - auf den Glaubenstüchern - wie im Predigttext von Matthäus - gibt es eine große Vielfalt zu entdecken."

Im Verlauf der Predigt erzählte er von Realisten und Visionären und davon, im Glauben Vertrauen aufzubringen - gegen allen Anschein. Uns er schloss mit den Worten: "Eine Teilnehmerin an der Aktion Glaubenstuch schrieb auf ihre Karte: „Ich glaube an den Gott, der die Welt im Blick hat, auch wenn die Welt sich aus dem Blick verliert ... Ich möchte nicht aufhören, dieses zu glauben.“ Ich möchte wiederum antworten: „Warum denn nicht? Kann doch sein!“ Oder besser noch wie wir es immer im Gottesdienst tun: „Amen“. „So sei es!“

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