Heinz Hülshoff und Erik Volkan bei der "Zelt Zeit"

Ratinger Urgesteine der Kleinkunst

17. April 2018, 00:42 Uhr

Vom 17. bis 20. Mai ist wieder "Zelt Zeit" in Ratingen. Dann heißt es „Bühne frei“ für Comedy, Kabarett, Musik und Mehr.

Heinz Hülshoff

Heinz Hülshoff

Foto: Veranstalter
Ratingen -

Etabliert hat sich im Rahmen des Festivals auch der Ratinger Abend, die Plattform für Künstler aus und um Ratingen. Dieses Jahr geben sich hier zwei Urgesteine der Ratinger Kleinkunstszene die Ehre.

Aus dem Karneval nicht wegzudenken und im Brauchtum zu Hause ist Heinz Hülshoff eine hiesige Kultfigur. Alles begann für den jungen Hülshoff bei der Prinzengarde Rot Weiß als Adjutant, die er später dann selbst führte.

Kein Wunder, denn seine Familie ist seit drei Generationen karnevalistisch aktiv, und auch ihn zog es stets auf die Bühne. Doch nicht alles gefiel Heinz Hülshoff: „Ich habe mich immer darüber aufgeregt, dass zu den Sitzungen meist teure Künstler engagiert wurden, anstatt beispielsweise dem Ratinger Nachwuchs eine Chance zu geben.‘“

Als er dann von der Prinzengarde Blau Weiß zum „Ritter vom Blauen Dumeklemmer“ ernannt wurde, war die Zeit reif, das Establishment zu schlagen. „Die Sitzungen der Prinzengarde waren immer sehr steif“, erinnert sich Heinz Hülshoff. „Die Künstler erscheinen in Frack und Livree auf der Bühne. Ich bin dann einfach als Obelix verkleidet auf die Bühne gegangen mit dem Lied `Ich bin der Dicke Heinz aus Tiefenbroich´. Da stand der ganze Saal Kopf, die Leute haben auf den Tischen gestanden“.

Nach diesem Auftritt nahm Heinz Hülshoff seine erste CD auf und gewann 2004 sogar die närrische Hitparade des WDR mit dem Lied „Zeig mir mal Dein Däumchen“. Seitdem ist der Sänger mit seinen Liedern eine feste Größe im Karneval und Brauchtum. Dennoch bleibt der Gesang sein großes Hobby. Hauptberuflich führt Hülshoff ein Hotel und ist Gastronom.

Die Bühne ist Erholung

„Ich bin sehr positiv und jung geblieben“, führt Heinz Hülshoff aus. „Ich komme noch immer gut bei den Leuten gut an und merke, dass ich etwas bewegen kann. Und so lange das so ist, gehe ich weiter auf die Bühne. Es ist das Schönste für mich, anderen eine Freude zu machen.“ Alleine das ist für ihn schon Motivation genug, auf dem Ratinger Abend aufzutreten.

„Als ich gefragt wurde, da mitzumachen, habe ich sofort zugesagt. Es ist ein Aushängeschild für Ratingen, auf dem ich die Leute mitreißen und begeistern möchte. Den Ratinger Abend darf man nicht verpassen, denn dort stehen Ratinger für die Ratinger auf der Bühne.“

Eine tolle Sache

Ebenso begeistert von der Bühne ist auch Erik Volkan, der mit seinem „Dönerwetter“ seit Jahren eine feste Show in der Lintorfer „Manege“ hat. Auch er begann seine Karriere bereits in den Kindertagen. „Musik und Schauspiel war schon seit dem Kindergarten meine große Leidenschaft. Meine Schwester war zu dieser Zeit bei den Nesthäkchen. Ich wollte unbedingt auch dort ins Ensemble, war aber zu jung. Meinem unermüdlichen Quengeln habe ich es zu verdanken, dass man mich schließlich doch dort aufnahm.“

Von diesem Moment an gab es für ihn kein Jahr mehr ohne "Zelt Zeit". „Die Zelt Zeit ist eine tolle Sache. Hier kommt Schul-Kabarettismus mit Profiarbeit zusammen und man kann sich gegenseitig etwas abschauen.“ Auf den Ratinger Abend freut sich Erik Volkan bereits sehr.

„Den Ratinger Abend muss man sich geben. Es ist nicht nur ein großartiges, begeisterungsfähiges Publikum, sondern man sieht auch Bekannte und Freunde unter den Zuschauern. Und als ich erfahren habe, dass auch Heinz Hülshoff kommt, musste ich einfach zusagen. Wir kommen aus Ratingen und wollen, dass die Leute Spaß haben. Dafür kommen wir gerne auf die Bühne.“

Alle Besucher des Ratinger Abends am 19. Mai (Einlass 18.00 Uhr / Beginn 19.000 Uhr) dürfen sich auf komische Texte, Spontanität und einige Überraschungen freuen. Weitere Infos dazu gibt es auf der Homepage www.zeltzeit-ratingen.de

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