Der erste Teil des Lückenschlusses der A 44 ist fertig

4,6 Kilometer neue Autobahn eröffnet

13. April 2018, 16:29 Uhr

Mit einem Festakt haben Bund, Land und Vertreter der anliegenden Städte am Freitag die Eröffnung des neuen Stücks der A 44 gefeiert.

Gleich mehrfach haben Vertreter von Bund, Land und den Städten das symbolische Band durchschnitten, um das neue Stück der A 44 freizugeben.

Gleich mehrfach haben Vertreter von Bund, Land und den Städten das symbolische Band durchschnitten, um das neue Stück der A 44 freizugeben.

Foto: Mathias Kehren
Heiligenhaus -

"Wir bauen ja nicht nur eine Autobahn, wir bauen auch Ortsumgehungen". Das hat Gerhard Rühmkorf, Ministerialdirigent aus dem Bundesverkehrsministerium, bei der "feierlichen Verkehrsfreigabe" des neuen Stücks der A 44 erklärt.

Die Fahnen von Bund, Land und Straßen.NRW flatterten im Wind. Die Autos der unzähligen Gäste waren schräg auf dem Standstreifen geparkt - Hunderte von Metern lang. Zuschauer auf der Brücke über die Autobahn beobachteten den Festakt: Nach acht Jahren Bauzeit ist der erste Abschnitt des Lückenschlusses zwischen Velbert/Heiligenhaus und Ratingen/Ost eröffnet worden.

Befahren werden konnte die Autobahn am Freitag zu der Zeit aber noch nicht: Die feierliche Verkehrsfreigabe fand schließlich mitten auf der Autobahn in Fahrtrichtung Hetterscheidt statt. Die Autobahn soll Samstag frei sein.

4,6 Kilometer lang ist das Teilstück zwischen den Ausfahrten Heiligenhaus auf der einen Seite und Hetterscheidt, Velbert, Wülfrath auf der anderen Seite. 110 Millionen Euro hat Straßen.NRW dafür ausgegeben, im Auftrag des Bundes, der den Autobahnbau finanziert. 222 Millionen soll der gesamte Lückenschluss kosten, wenn er einmal fertig ist.

"Natürlich wollen wir zügig weiterkommen", sagte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst. Seinen Informationen nach könnte das fehlende Stück zwischen Heiligenhaus und A 3 im Bereich Anschluss Ratingen/Ost "Ende 22 fertig sein".

Dieser sogenannte Westabschnitt wird nicht mehr von Straßen.NRW gebaut, sondern von der Deutschen Einheit Fernstraßenplanungs und -bau GmbH, abgekürzt DEGES. In diesem Bereich sei die Brücke "Angerbach" bereits im Bau.

Minister Wüst sagte - unter dem Beifall der Besucher - dem langjährigen Bundestagsabgeordneten und früheren Velberter Bürgermeister Heinz Schemken "Dank für die jahrelange Arbeit an diesem Projekt."

Eine von den Ortsumgehungen, die der Sprecher des Bundeverkehrsministeriums meinte, ist mit der Fertigstellung des ersten Teilkstücks geschafft: Der Durchgangsverkehr muss fortan nicht mehr durch Heiligenhaus fahren.

Eben eine solche Entlastung, so Gerhard Rühmkorf, könnten in Zukunft auch Ratingen-Homberg und -Hösel erfahren - wenn denn einmal der gesamte Lückenschluss vollendet sei.

 

 

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